Leichtathletik-Ass Nina Schmitz ist Vorbild für Stars von morgen

Von: Jan Schlegelmilch
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Will ihre gute Form bei den Westdeutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund unter Beweis stellen: Nina Schmitz. Foto: W. Birkenstock

Stolberg. Zeit hat Nina Schmitz eigentlich kaum. Wenn die Kölnerin nicht gerade am Schreibtisch sitzt und für das Studium lernt, trainiert sie fleißig auf den Laufbahnen der Kölner Stadien. Und wenn Sie nicht gerade läuft, lernt sie für die immer näher rückende Abschlussprüfung in Mathematik.

„Ich bin leider nur selten in Stolberg”, gesteht die sympathische junge Frau. Aber wenn Nina Schmitz einmal da ist, ist die Freude bei allen groß - besonders bei den jungen Nachwuchsathleten.

Am Wochenende nahm sich Schmitz die kaum vorhandene Zeit und besuchte einige ihrer kleineren Vereinskollegen bei der Hallenstadtmeisterschaft der Leichtathleten. Denn obwohl die 400-Meter-Läuferin in Köln wohnt, startet sie für die LG Stolberg. „Ich vertrete heute sozusagen meinen Trainer”, nennt Schmitz den Grund für den Besuch in Stolberg und lacht dabei. „Und ich sehe zu, dass die Kinder hier einen guten Wettkampf machen.”

Ihr Trainer Tobias Rüttgers, der am Wochenende bei den Nordrhein-Crossmeisterschaften in Viersen verweilte, ist auch der Grund, warum Schmitz nicht mehr für einen Kölner Leichtathletikverein startet. Als Rüttgers vor einigen Jahren vom ASV Köln zurück nach Stolberg wechselte, brachte er gleich ein paar Athleten mit - unter anderem Nina Schmitz, die mittlerweile die letzte Verbliebene der Kölner ist.

Und das wird zumindest noch ein Jahr auch so bleiben: „Ich möchte hier in Stolberg bleiben und noch ein Jahr Leichtathletik machen. Dann geht´s ab ins Referendariat”, sagt die angehende Lehrerin für Sport und Mathematik.

Für die LG Stolberg wäre der Verlust von Nina Schmitz alleine in sportlicher Hinsicht schmerzlich: Die 22-jährige ist oft die einzige Vertreterin der LG auf Landesebene und lief bei den Nordrhein-Meisterschaften zu Beginn des Jahres beim 400-Meter-Lauf mit 58,32 Sekunden erst kürzlich die drittbeste Zeit.

Gleichzeitig würde die LG aber auch eines der wenigen Vorbilder im Verein verlieren, dem viele Kinder mit Begeisterung nacheifern - das wurde bei den Stadtmeisterschaften nur zu gut deutlich: Wo Nina Schmitz war, tummelten sich gleich etliche junge Athleten. Dabei half das Vorbild überall und jedem, wo es nur ging. Startblöcke einstellen, Aufwärmen, Anfeuern - alles eine Selbstverständlichkeit für Schmitz, die ihren Erfolg nicht in den Vordergrund rücken möchte.

„Für mich ist der Spaß am Laufen und der persönliche Ehrgeiz wichtig”, sagt sie. Deswegen hat Schmitz in ihrem wahrscheinlich letzten Jahr im Leistungssport noch hohe Ziele: „Am Wochenende ist die Westdeutsche Hallenmeisterschaft in Dortmund. Mein Ziel ist es, dort die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Leipzig zu laufen, das ist mir wichtig” , zeigt sich Schmitz zielstrebig. Dazu fehlen ihr noch gut drei Hundertstel, um die geforderte Zeit von 58 Sekunden zu unterbieten. Eigentlich nur ein Wimpernschlag, in der Leichtathletik und für die fleißige Kölnerin jedoch entscheidend.
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