Leichtathleten und Stadtverwaltung drehen sich im Kreis

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die Ziellinie ist weiter nicht in Sicht: Bei den Bemühungen um eine Einigung über die zukünftigen Trainingsstätten für die Leichtathleten treten die LG Stolberg und die Stadtverwaltung offenbar auf der Stelle.

Zwar haben beide Seiten auf Anfrage unserer Zeitung ihr nach wie vor vorhandenes Interesse an einer Nutzung der Außenanlage des Goethe-Gymnasiums unterstrichen. Greifbaren Fortschritt in der Angelegenheit, die der Stadtsportverbands-Vorsitzende Bert Kloubert Ende des vergangenen Jahres ins Spiel gebracht hatte, ist aber nicht zu erkennen.

Zuletzt hatten sich Vertreter der Stadt und eine Delegation der LG darauf geeinigt, dass der Verein eine Liste mit den möglichen Trainingszeiten auf dem Schulgelände erstellen soll. „Das haben wir auch getan”, betont Geschäftsführer Peter Jandeleit. Im Rathaus ist die Lesart jedoch eine andere: „Wir haben nicht eine Aufstellung für das Goethe-Gymnasium, sondern eine Übersicht über alle Trainingszeiten erhalten”, erklärt Willi Seyffarth.

Deshalb sieht der zuständige Fachbereichsleiter „weiteren Klärungsbedarf”, zumal aus seiner Sicht nicht klar definiert ist, um welche Zielgruppe es denn nun eigentlich geht. Ursprünglich hätten die Überlegungen darauf abgezielt, die technischen Disziplinen - Diskus- und Speerwurf sowie Kugelstoßen - komplett zu verlagern, um somit den seit Jahren schwelenden Konflikt mit den Fußballern um Nutzungszeiten und mögliche Beschädigungen des Rasens am Glashütter Weiher zu entschärfen. „Jetzt aber soll die Jugend doch im Stadion bleiben”, wundert sich Seyffarth. „Nicht ganz”, korrigiert wiederum Peter Jandeleit gegenüber unser Zeitung. „Es geht um Schüler und Frühjugendliche. Alle anderen sind für den Umzug vorgesehen.”

Ob der tatsächlich irgendwann vollzogen wird, ist derzeit nicht absehbar. Das liegt nicht nur an den offensichtlichen Verständigungsschwierigkeiten der Protagonisten, sondern hängt auch von der Frage ab, inwieweit die regelmäßige Nutzung des Schulaußengeländes durch einen Sportverein mit seiner eigentlichen Bestimmung in Einklang zu bringen ist.

Und auch die mögliche Belastung der Anwohner könnte ein Thema sein. Im letztgenannten Punkt bleibt Peter Jandeleit allerdings gelassen: „Wir werden da nicht mit großen Menschenmengen einfallen. Es geht um zehn bis zwölf Aktive.” Eine Kollision mit Schulinteressen sei in jedem Fall ausgeschlossen: „Wir reden von Trainingszeiten ab 18 Uhr. Damit bewegen wir uns außerhalb des Schulbetriebes.”

Immerhin in diesem Punkt scheint es also einen schnellen Zieleinlauf zu geben. Alles andere aber deutet eher auf einen verbalen Marathon als auf ein Kurzstreckenrennen hin.
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