Legendärer Hühner-Hypnotiseur in Büsbach geadelt

Von: Dirk Müller
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Jürgen Meyers (vorne), der Stolberger Prinz Holli I. (Holger Schulz, v. l.), Ex-Prinz Edilio Gonzalez, Stefan Schartmann, Gardekommandant der KG Büsbach, Hans (v. r.) und Ute Schartmann von der KG Büsbach, Michael Bartz, Präsident der Ersten Großen, und Roland Fuchs laden alle Stolberger zum Burggrafenfest ein. Foto: D. Müller
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Der designierte Stolberger Prinz Axel I. Wirthmüller (rechts) und „Jucky“ Meyers freuen sich auf ihre närrische Regentschaft.

Stolberg. Jürgen Meyers wird der nächste Burggraf. Der 57-Jährige ist Ehrenmitglied der Karnevalsgesellschaft Büsbach und wird im Januar als „Jucky I.“ über das Wahrzeichen der Kupferstadt herrschen. Wie Meyers zum Karneval kam, das sei „tierisch“ gewesen, berichtet der designierte Burggraf selbst.

Er sagt: „1976 bin ich als Affe im Stolberger Rosenmontagszug mitgegangen. Anschließend wurde ich in einer Büsbacher Gaststätte von der KG des Barenlandes als Gardist aufgenommen.“ Dabei blieb es nicht, denn „Jucky“ hat in der Folge diverse Vorstandsämter bekleidet.

Unter anderem war Meyers Vizepräsident der KG Büsbach, 2. Vorsitzender, 2. Geschäftsführer, 2. Schatzmeister und Prinzen-Betreuer. Als Clown unterhielt er die Kleinen beim Kinderkostümfest der KG. Und vielen Erwachsenen ist seine legendäre „Hühner-Hypnose“ bis heute in bester Erinnerung. Als Meyers nach 25 Jahren bei den Bareschessern den silbernen Orden des Bundes Deutscher Karneval verliehen bekam, zog er sich aus dem Aktiven-Dasein zurück, blieb der KG Büsbach aber als inaktives Mitglied treu.

Hobby Radsport

Zu seinen großen Hobbys zählt der Radsport. Ab 2001 sponserte Meyers mit seinem Industriereinigungsunternehmen das Stolberger Profiradsportteam, das unter dem Namen Athleticum-Senges gegründet wurde und mehr als ein Jahrzehnt internationale Erfolge feierte. Heute unterstützt Meyers den Radsportclub Dorff.

Dass der Büsbacher nun Burggraf werde, habe seinen Ursprung stilecht in der Burg, aber auch ein wenig in Breinig. Beim traditionellen Himmel-un-Äd-Essen der KG Sündenböcke habe er die erste Burggräfin in der Historie der Kupferstadt, Birgit I. (Hennecken-Vaßen), samt ihrem Gefolge getroffen, und sich der illustren Gruppe angeschlossen.

Das Burggrafenfest im Rittersaal habe ihm dann so gut gefallen, dass Meyers sich zu einer folgenschweren Aussage hat hinreißen lassen und kundtat: „Wenn es nur für einen Tag ist, dann mache ich das im nächsten Jahr und werde Burggraf“, sagte „Jucky“ aus der Laune des karnevalistischen Moments heraus.

Nicht mehr rausgekommen

„Am kommenden Tag habe ich dann gedacht: ,Was hast du getan‘. Aber aus der Nummer bin ich nicht mehr herausgekommen, und das ist gut so, denn jetzt freue ich mich sehr auf die Ehre, Burggraf sein zu dürfen.“ Stolz präsentiert er seine schon fertigen Orden in Form von Mallorca, wo Meyers gerne seine Urlaube verbringt. Auf der Insel: die Stolberger Burg und das Wappen „seiner“ KG Büsbach.

Und das Barenland wird auch bei dem Burggrafenfest (siehe Infokasten) unter der Schirmherrschaft der Ersten Großen eine Rolle spielen, denn die Büsbacher Eisprinzessin Helena I. (Rombach) und Tanzgruppen der KG Büsbach werden auftreten. „Der Brander Bürgerprinz Ralf IV. Hamacher wird mit von der Partie sein und natürlich auch der Stolberger Prinz Axel I. Wirthmüller – beide aus Büsbach“, beschreibt Meyers, der zuversichtlich ist, dass auch Axels unmittelbare Vorgänger, Holli I. (Holger Schulz), Kurt II. (Schiffer) und Edilio I. (Gonzalez) – allesamt aus der „Prinzen-Schmiede“ Büsbach – beim Burggrafenfest mitfeiern.

Doch der designierte Burggraf betont, dass selbstverständlich alle Stolberger herzlich zu dem Fest eingeladen seien. Dies beweist auch, dass „Jucky I.“ sich statt eines Hofstaats wünscht, dass Kupferstädter Karnevalsgesellschaften ihm an seinem großen Tag jeweils einen Gardisten in der Burg zur Seite stellen. „Das ist ganz im Sinne des Burggrafenfests für wirklich alle Bürger aus Stolberg und Umgebung“, sagt Roland Fuchs, Sprecher des Burggrafen-Gremiums und Stolberger Prinz 1995, der in Büsbach lebt.

„Jucky“ Meyers ergänzt, er wünsche sich, dass möglichst viele Jecken aus der Innenstadt und allen Stadtteilen Stolbergs seinem Ruf in den Rittersaal folgen. „Es wird eine Karnevalsfeier zum Mitmachen. Das Burggrafenfest ist mehr eine Party als eine Sitzung, daher freue ich mich über viele kostümierte Narren, am liebsten in mittelalterlichen Gewändern.“

Mit Live-Musik

Unter anderem würden die „Karamba Männcher“ den Party-Charakter der Feier unterstreichen und mit Livemusik für beste Stimmung sorgen. Ein historischer Moment im Kupferstädter Karneval: Da die „Karamba Männcher“ sich nach mehr als 30 Jahren auf den Bühnen auflösen wollen, wird es wohl der letzte Auftritt bei einem Stolberger Burggrafenfest sein.

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