Stolberg - LED-Lampen leuchten Stolbergern zukünftig den Weg

LED-Lampen leuchten Stolbergern zukünftig den Weg

Von: -jül-
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Weniger Energie, längere Lebe
Weniger Energie, längere Lebensdauer: Stolberg setzt bei der Straßenbeleuchtung zukünftig auf LED-Technik.

Stolberg. Die Kupferstadt setzt jetzt ganz auf LED. Diese energieeffizienten Leuchtdioden werden zukünftig Stolbergs Straßen erhellen und sukzessive überholte Technik ersetzen. Einstimmig beschloss der Bauausschuss den flächendeckenden Einstieg in die Halbleiter-Technologie in Kooperation mit dem Energieversorger EWV, der für die Straßenbeleuchtung in Stolberg zuständig ist.

Donnerstagabend bestätigte der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) die Auswahl der Leuchtelemente, die je nach individuellen Anforderungen der Straßen von der Breiniger Firma ESW insbesondere für mittlere und große Fahrbahnen sowie von Hella und Siteco bezogen werden sollen, und forderte mehr Tempo bei der Umsetzung der Sanierung ein.

Erste Verkehrsachse

Nach dem Kastanienweg und dem Umfeld des Rathauses, wo ESW und EWV den Einsatz von LED-Laternen seit einem Jahr testen, wird nun die Friedrich-Ebert-Straße die erste Verkehrsachse sein, die im Rahmen der bereits laufenden Sanierung mit der neuen Technik ausgestattet wird.

Grundsätzlich sollen bei allen neuen Erschließungsstraßen nun Laternen mit LED-Leuchtmitteln eingebaut werden.

Gleichzeitig steigen Stadt und EWV in die energetische Sanierung des Bestandes ein. Rund 7000 Laternen stehen derzeit an den Straßen und auf den Plätzen in Stolberg. Bereits 2010 hat die EWV damit begonnen, alte Quecksilberdampflampen (HQL) gegen modernere und energetisch günstigere Natriumdampflampen (NAV) auszutauschen. Alleine in den ersten Monaten diesen Jahres wurde durch den Einbau von 107 NAV-Leuchten 53 Prozent Energie eingespart; die installierte Leistung sank von 25.006 auf 11.859 Watt.

Inzwischen ist der Lagerbestand von NAV-Leuchten bei der EWV aufgebraucht. Deshalb wird sie von nun an beim Austausch defekter Leuchtmittel auf die noch effizientere LED-Technik setzen. Darüber hinaus werden Schritt für Schritt die vergleichsweise Strom fressenden HQL-Lampen gegen LED-Leuchten an den bestehenden Masten ausgetauscht.

Ab 2015 darf die HQL-Technik ohnehin nicht mehr neu installiert werden. Noch etwa 3990 Laternen in Stolberg sind mit ihr ausgestattet. Eine Umstellung auf LED bringt eine erhebliche Energieeinsparung.

Beispielsweise reichen bei Laternen in Anliegerstraße anstelle einer Leistung von 80 Watt bei HQL-Lampen bereits 23 Watt von einer ProfiLED aus. „Eine Reduzierung der installierten Leistung von bis zu 50 Prozent ist auch an Hauptverkehrsstraßen möglich, da diese Leuchten dimmbar und zusätzlich reduzierbar sind”, sagt Fachbereichsleiter Bernd Kistermann. Neben einer Reduzierung des Energieaufwandes können auch die Kosten des Unterhalts reduziert werden. Mussten herkömmliche Birnen im Schnitt alle vier Jahre ausgetauscht werden, verspricht die LED-Lampe eine Lebensdauer von acht bis zehn Jahren.

Dabei steht diese Technik noch am Anfang ihrer Entwicklung, zeigte sich René Schmitz von der EWV im Ausschuss überzeugt. „Noch vor einem Jahr war selbst ich skeptisch”, gestand Schmitz ein. Aber die technische Entwicklung mache rasante Fortschritte. Noch leistungsfähigere und preisgünstigere Anlagen erwartet der EWV-Experte für die Zukunft. „Es wird sich technisch noch viel bewegen”, sagte Schmitz. Auch ein Grund für das Energieversorgungsunternehmen, sich nicht mehr mir einem großen Lagerbestand einzudecken, sondern die Leuchtmittel bedarfsweise bei den Herstellern abzurufen. Dies ermögliche bei Austausch oder Neuinstallation auf dem Stand der Technik zu bleiben, was sich letztlich finanziell auszahle.

Auszahlen soll sich die energetische Sanierung der Stolberger Straßenbeleuchtung je nach Lampenart bereits nach vier bis sechs Jahren. Danach werden die eingesparten Kosten zu zwei Dritteln dem städtischen Konto gut geschrieben; ein Drittel verbleiben der EWV, die in Vorleistung geht und die neuen Leuchtmittel finanziert. Über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren wird sich nach derzeitigen Planungen der Austausch des Bestandes erstrecken. Im Schnitt wird damit gerechnet, dass 300.000 Euro im Jahr investiert werden müssen.

Ein Ortsteil nach dem anderen

Dabei möchte die EWV in erster Linie einen Ortsteil nach dem anderen „abklappern”. Allerdings behielt sich der Bauausschuss auf Antrag von SPD und CDU vor, dabei ein Wörtchen mitreden zu wollen. „Die Ortskenntnis unserer Kolleginnen und Kollegen kann dabei durchaus ein Vorteil sein”, begründete Ratsherr Hans Kleinlein.

Außerdem erwartet der Ausschuss eine Übersicht über den zeitlichen Ablauf der geplanten Maßnahmen sowie eine detaillierte Übersicht zu Kosten und Nutzen.
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