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LED lässt Stolberger Straßen erstrahlen

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Eine der ersten LED-Laternen für eine Fußwegbeleuchtung steht am Rathaus. Bis ins Jahr 2016 sollen 3966 HQL-Lampen auf die moderne und energiesparende Technik umgestellt sein. Foto: J. Lange

Stolberg. In Büsbach, Dorff und Venwegen wird den Bewohnern vieler Straßen in diesem Jahr ein neues Licht aufgehen; genauer gesagt 1352 Lichter. LED heißt das Zauberwort, das für Licht emittierende Diode steht und eine drastische Einsparung an Energie im Vergleich zu den bisher verwendeten Leuchtmitteln in Straßenlaternen sorgt.

In Abstimmung mit der Stadt investiert die Stolberger EWV bis 2016 rund 1,7 Millionen Euro, um technisch veraltete Hochdruck-Quecksilberdampflampen (HQL) gegen die moderne Halbleiter-Technologie auszutauschen.

In Atsch, Gressenich, Mausbach und Werth wurde der Wechsel von 1163 kompletten Leuchteinheiten turnusmäßig bereits im abgelaufenen Jahr durchgeführt. Große Teile der Innenstadt und Schevenhütte stehen für 2015, Zweifall, Vicht, Münsterbusch sowie Breinig schwerpunktmäßig in 2016 mit insgesamt weiteren 1451 Leuchten auf dem Maßnahmenplan der EWV zur Umsetzung an.

Kompletter Kopf-Austausch

Die Reihenfolge der Umbauten ergibt sich aus dem anstehenden regelmäßigen Wartungsrhythmus. Die EWV tauscht die Lampen dann aus, wenn eine Unterhaltung turnusmäßig ansteht. Dabei werden die üblichen Wartungsarbeiten, wie Reinigung der Gläser und Spiegel sowie Austausch der Leuchtmittel erst gar nicht mehr ausgeführt, sondern der Leuchtenkopf wird komplett gegen einen LED-Kopf getauscht, je nach Standort auch Profi-LED-Produkte aus Herstellung der Breiniger Firma ESW.

Der Austausch der außerdem im Stolberger Straßenlaternen-Netz verwendeten Natriumdampf-Hochdruck-Leuchten (NAV) ist nicht geplant. Sie sollen erst dann ausgewechselt werden, falls sie defekt sind oder in 25 bis 30 Jahren abgeschrieben sind. Erst dann lohnt sich eine Umstellung auch wirtschaftlich, weil bereits NAV-Lampen einen deutlich niedrigeren Stromverbrauch aufweisen als HQL-Leuchtmittel. Das wird sichtbar bei einem Vergleich einer üblichen Laterne an einer Haupterschließungsstraße. 274 Watt sind bei HQL-, lediglich 112 Watt bei NAV-Lampen erforderlich; eine LED-Laterne kommt dagegen mit bescheidenen 68 Watt aus.

Das sind Verbrauchswerte, die sich rechnen. „Laut einer vorläufigen Prognose ist mit einer ersten Einsparung nach Abzug der Investitionskosten im Jahr 2019 zu rechnen“, sagt Bernd Kistermann. Der städtische Fachbereichsleiter rechnet damit, dass erstmals für das Jahr 2022 eine volle Einsparung in Höhe von rund 175 000 Euro gut geschrieben werden kann der Kupferstadt auf Basis des mit der EWV geschlossenen Beleuchtungsvertrages. Dieser sieht vor, dass nach Amortisation der Investitionskosten in rund vier Jahren zwei Drittel der Einsparung an die Stadt weitergereicht wird.

In vier Jahren amortisiert

Die für einen Austausch vorgesehenen insgesamt 3966 Leuchtpunkt im Stadtgebiet wiesen zum Anfang des Investitionsprogrammes eine Anschlussleistung von rund 617 Kilowatt auf. Sie werde auf etwa 138 Kilowatt reduziert. „Die Ersparnis errechnet sich aus den eingesparten Kilowattstunden pro Jahr“, berichtet Kistermann. Immerhin wurden für die gesamte Beleuchtungsanlage im Stadtgebiet 2,865 Millionen Kilowattstunden für das Jahr 2011 verbraucht.

In diesem Jahr werde sich der Verbrauch bereits merklich verringern durch die im abgelaufenen Jahr 1163 auf LED umgestellten Leuchten, kündigt der Fachbereichsleiter an und nennt als Beispiel eine Leuchteinheit an einer Haupterschließungsstraße bei einer jährlichen Brenndauer von 4000 Stunden und einem Strompreis von 17 Cent: Die herkömmliche Siemens Kofferleuchte schlägt mit rund 186 Euro, eine Profi-LED mit lediglich 46 Euro zu Buche. Anhand dieser beispielhaften Differenz von 140 Euro pro Laterne sei schnell erkennbar, dass sich die Investition von 1,7 Millionen Euro durch die EWV bereits innerhalb von vier Jahren rechnet.

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