Stolberg - Laute Musik und dunkle Kutten beim Moped-Treffen? Nicht in Vicht!

Laute Musik und dunkle Kutten beim Moped-Treffen? Nicht in Vicht!

Von: Sonja Essers
Letzte Aktualisierung:
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Nicht nur Mopeds und Motorräder sind beim Moped-Treffen gerne gesehen: Auch Oldtimer kommen bei den Besuchern immer gut an und werden ganz genau unter die Lupe genommen. Foto: Norbert Derichs
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Aussteller, Händler und Besucher sollen bei der neunten Auflage des Moped-Treffens in Vicht aufeinander treffen. Los geht die Veranstaltung am Pfarrheim um 11 Uhr.

Stolberg. In Vicht ist am Samstag eine Menge los. Der Grund: Am Pfarrheim findet das Vichter Moped-Treffen statt, eine Veranstaltung, die mittlerweile aus dem Kalender der Stolberger nicht mehr wegzudenken ist. Doch nicht nur Besucher aus der Kupferstadt lassen sich dort Jahr für Jahr blicken.

Auch aus den benachbarten Niederlanden und Belgien und sogar aus dem Ruhrpott reisen Menschen an, die sich für Mopeds, Motorräder und Autos interessieren, wie Norbert Derichs weiß. Aus diesem Grund habe man auch das Wort „international“ in die Bezeichnung der Veranstaltung eingeschoben, sagt er. Der Vorsitzende des Vichter Motor-Clubs ist sich sicher: „Unsere Veranstaltung ist etwas für die ganze Familie.“

Mehrere Generationen

Seine Erfahrung gibt ihm Recht. Schon zum neunten Mal findet das Moped-Treffen statt und hat in der Vergangenheit nicht nur große Besucher angelockt. „Bei uns ist vom Enkel bis zum Opa alles dabei. Das Interesse ist in allen Altersklassen vorhanden. Auch Jugendliche lassen sich bei uns blicken“, sagt Derichs. Dieser familiäre Rahmen sei den Mitgliedern besonders wichtig. „Es gibt viele Klischees über Motorradfahrer, zum Beispiel, dass sie zu laute Musik hören. Das erfüllen wir natürlich nicht“, sagt Derichs.

Wie die Idee des Moped-Treffens entstand? Der Vichter Motor-Club war vor der Erstauflage für einige Jahre in der Versenkung verschwunden. „Das Vereinsleben ging zwar weiter, aber es gab keine öffentlichen Auftritte mehr“, erinnert sich Derichs. Eigentlich bot der Club regelmäßig Orientierungsfahrten mit Oldtimern an.

Diese Veranstaltung nahm allerdings immer größere Ausmaße an, die die Mitglieder nicht mehr stemmen konnten und wollten. Nach einer Auszeit entschied man sich dann doch wieder dazu eine Veranstaltung zu initiieren, die den Mitgliedern und Besuchern Spaß machen sollte und vom Aufwand her zu stemmen war. „Das war die Initialzündung für das Moped-Treffen“, sagt Derichs. „Eines unserer Ziele war es, wieder im Dorf in Erscheinung zu treten.“

Gesagt, getan. Und dies kommt – laut Derichs – bei den Vichtern auch sehr gut an. Auch die Zusammenarbeit mit der Pfarre sei toll. „Wir dürfen auf diesem tollen Gelände zu Gast sein. Das sind für uns Traumbedingungen“, sagt Derichs.

Unter die Lupe nehmen

Was die Besucher am Samstag auf dem Gelände erwartet? Nicht nur Mopeds werden vor Ort sein, sondern auch Oldtimer und Motorräder, die dann von den Besuchern ganz genau unter die Lupe genommen werden können. In den vergangenen Jahren war auch eine Gruppe von Fans italienischer Motorräder vor Ort, die ihre Schmuckstückchen stolz präsentierten.

Auch eine Gruppe mit Mopeds aus den 50er Jahren reiste in der Vergangenheit immer wieder an. „Da gibt es eine rege Szene“, sagt Derichs. Außerdem werden Händler anreisen, die gebrauchte und neue Teile anbieten werden. Auch Privatleute, die ihre Mopeds oder Motorräder verkaufen möchten, sind herzlich willkommen.

Los geht die Veranstaltung um 11 Uhr. Für Nobert Derichs und die Mitglieder des Vichter Motor-Clubs ist der größte Teil der Arbeit dann bereits erledigt. Bereits am Freitagabend haben sie Aufbauarbeiten erledigt. „Mittlerweile ist man in vielen Dingen sehr routiniert. Die Nervosität vor der Veranstaltung bleibt aber trotzdem“, sagt er. Warum? Ganz einfach: „Man hofft, dass man an alles gedacht hat und vor allem, dass es den Besuchern auch gefällt.“

Für gute Laune sollen am Samstag nicht nur Aussteller und Händler sorgen. Die Mitglieder des Motor-Clubs versorgen die Gäste mit Getränken, Kuchen und Spezialitäten vom Grill und Salat. „Wir wollen es ganz einfach halten“, sagt Derichs.

Ein wenig Freizeit

Bei schlechtem Wetter werden zudem zwei große Zeltpavillons aufgestellt, damit die Besucher nicht nass werden. Natürlich wünschen sich Derichs und seine Mitstreiter für den Samstag gutes Wetter.

Vielmehr hofft er aber, dass auch die Mitglieder des Clubs ein wenig Freizeit haben. „Ich würde mich freuen, wenn jeder, der mitarbeitet, auch ein wenig Freizeit haben würde. Schließlich ist das ja auch unser Hobby“, sagt Derichs, der mit den Besuchern gerne ins Gespräch kommen möchte. „Im Moment ist die Stimmung bezüglich Motorrädern ja nicht so gut. Ich hoffe, dass die Besucher sehen, dass wir ganz normale Leute sind, dass wir sie positiv stimmen und die Situation so vielleicht auch etwas entschärfen können“, sagt Derichs.

Im kommenden Jahr feiert die Veranstaltung übrigens ihren zehnten Geburtstag. Und dann? „Zum Jubiläum im nächsten Jahr wollen wir uns noch einige Besonderheiten überlegen“, sagt Derichs. Noch hätten die Planungen allerdings nicht begonnen. Erst stehe ein reibungsloser Ablauf der Veranstaltung auf dem Programm. „Danach werden wir uns zeitnah zusammen setzen, alles Revue passieren lassen und uns auch um das nächste Jahr kümmern“, sagt Derichs.

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