Stolberg - Langsam kommt Bewegung in den Schnee

Langsam kommt Bewegung in den Schnee

Von: Dirk Müller
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Der Schnee macht Station: In der Kupferstadt fahren mittlerweile jedoch fast alle Aseag-Busse wieder nach Plan. Foto: Dirk Müller

Stolberg. Die winterliche Idylle der weißen Weihnacht relativierte sich für die meisten Kupferstädter, sobald Fortbewegung vonnöten war. Ob zu Fuß, mit dem Auto oder dem öffentlichen Personennahverkehr: Größte Vorsicht war geboten. Derzeit entspannt sich allerdings die verkehrstechnische Wetterlage.

Die Straßen sind weitgehend gut befahrbar, Bordsteine für Fußgänger größtenteils als solche erkennbar, und auch die Busse rollen wieder durch Stolberg.

Tatsächlich hat es die Kupferstadt vergleichsweise gut getroffen, denn im Gebiet der Aseag wichen am Montag noch 16 Linien von ihrer gewohnten Route ab und fuhren eingeschränkt. „In Stolberg dagegen fährt lediglich die Linie 8 nicht durch die Waldstraße und wendet am Zweifaller Sägewerk. Alle anderen Linien fahren wieder planmäßig”, erklärt Corinna Bürgerhausen, Sprecherin des Busbetreibers Aseag. Problematisch für den Busverkehr sei sowohl der Zustand der Straßen als auch der der Haltestellen gewesen.

Anlieger in der Räumpflicht

„Ursprünglich hatte die Stolberger Stadtverwaltung die Anlieger der Haltestellen in die Räumpflicht genommen”, erläutert Fachbereichsleiter Josef Braun. Da dies jedoch nicht den erforderlichen Effekt nach sich zog, habe die Stadt auf Bitten der Aseag die Haltestellen auf eigene Kosten vom Schnee befreit: „An einigen neuralgischen Punkten haben wir den Schnee von den Haltestellen auch abfahren müssen.”

Ein Abfahren des Schnees in den Vichtbach, wie einst in der Vergangenheit, sei jedoch keine Möglichkeit, den Massen Herr zu werden: „Da der Schnee mit Streusalz kontaminiert sein kann, gehört er keinesfalls in die Vicht. Der mittlerweile kompakte Schnee würde in dem fließenden Gewässer außerdem nicht gleich auftauen, so dass dann zusätzlich Überschwemmungsgefahr bestünde.”

Stattdessen lagert die Stadtverwaltung das weiße Verkehrshindernis in Steinbrüchen und auf großen Freiflächen in Erwartung des Tauwetters. In mehrfacher Hinsicht appelliert Braun an die Autofahrer, ihren Teil beizutragen, damit der öffentliche Personennahverkehr ungestört rollen kann. Bei aller schneebedingten Knappheit an Parkplätzen solle man das Auto nicht in zweiter bis dritter Reihe auf der Straße abstellen: „Autofahrer engen mit einem solchen Verhalten die Fahrbahn ein. Resultat ist, dass nicht nur die Busse nicht durchkommen, sondern auch der Winterdienst seine Arbeit nicht verrichten kann.”

Unterdessen zeigen sich die ersten Folgen der Kälte in Form von Schlaglöchern. Da es die Haushaltslage der Kupferstadt nicht zulässt, alle beschädigten Straßen mit neuen Decken zu versehen, werden die neuen Schlaglöcher geflickt. Dies gelte für alle Unebenheiten, von denen eine Gefährdung ausgehe, und auf jeden Fall für Schlaglöcher mit einer Tiefe ab vier Zentimetern. In ersten Fällen habe das Stolberger Tiefbauamt bereits Teile von Straßen mit Kaltasphalt ausgebessert.

Wer dieser Tage allerdings mit einem fahrbaren Untersatz den Birkengang passiert, steuert in Höhe von Hausnummer 83 auf einen regelrechten Graben zu. Auch wenn Schilder beidseitig und ausgiebig vor der Langzeitbaustelle warnen, ist die Überraschung für Auto- und Zweiradfahrer groß, in welche ungeahnten Tiefen die Reifen vordringen - spätestens in der Mitte weit über die maßgebliche Tiefe von vier Zentimetern hinaus.
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