Stolberg - Landestelle bald nahe am Bethlehem-Krankenhaus

Landestelle bald nahe am Bethlehem-Krankenhaus

Von: oha
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Der Rettungshubschrauber überfliegt das Bethlehem-Krankenhaus. Demnächst bekommt er eine Landestelle nur 300 Meter von der Klinik entfernt. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Das Bethlehem-Krankenhaus Stolberg wird im kommenden Jahr rund 300 Meter von der Notaufnahme der Klinik entfernt eine neue Hubschrauberlandestelle anlegen. Unweit des Schwesternheimes. Die Landestelle werde der Richtlinie der Europäischen Union entsprechen, betonte Sprecherin Heike Eisenmenger am Montag auf Anfrage.

Momentan können die Krankenhäuser der Nachbarstädte auf Hubschrauberlandeflächen verweisen, die sie gleich auf oder neben dem Klinikdach eingerichtet haben. Vor wenigen Tagen erst wurde die Plattform am Eschweiler Krankenhaus feierlich eingeweiht. Sie befindet sich am Dach des Gebäudes. Mehrmals täglich fliegt der Rettungshubschrauber des ADAC die Fläche an. Die Anwohner des Krankenhauses müssen seitdem regelmäßig eine deutliche Lärmbelästigung durch die Rotoren ertragen.

In Stolberg ist die Hubschrauberlandesstelle für den Notarzt derzeit noch 1,1 Kilometer vom Krankenhaus entfernt, in der Mauerstraße, bei der Feuerwehr. Sollte es erforderlich sein, muss ein Patient von dort per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Dies werde sich demnächst entscheidend ändern, so Eisenmenger.

Wenn die Landestelle bis auf 300 Meter an das Krankenhaus heran gerückt sei. In der Regel startet der Rettungshubschrauber von seinem Standort in Merzbrück aus. An Bord hat er bereits einen Notarzt. Mit diesem gehe es dann zur Einsatzstelle, so Eisenmenger. In der Regel sei unten auf der Straße gleichzeitig der Rettungswagen mit den Sanitätern zum Einsatzort unterwegs.

Oft träfen etwa in Stolberger Ortsteilen der Transporter und der Hubschrauber fast gleichzeitig ein. Die Versorgung übernehme dann der Arzt, so Eisenmenger. In der Regel werde der oder die Verletzte dann mit dem Wagen ins Krankenhaus befördert. Der Notarzt begleite die Schwerverletzten im Rettungswagen. Nur in seltenen Ausnahmefällen gehe es im Hubschrauber zur Notaufnahme.

Und in diesen Fällen meist zu großen Krankenhäuser wie dem Aachener Klinikum. Später wird der Notarzt dann am Krankenhaus vom Hubschrauber wieder abgeholt, für den nächsten Einsatz. Nach Auskunft von Heike Eisenmenger kommt es in der Region jährlich zu rund 4000 Rettungseinsätzen. Mit dem Antonius-Hospital in Eschweiler arbeite das Bethlehem zusammen, wenn es um die Versorgung von Herzpatienten gehe.

Der Rettungshubschrauber mit dem Namen „Christoph Europa 1“ ist in der Aachener Region inzwischen übrigens seit mehr als 40 Jahren unterwegs. 1974 wurde der Flughafen Merzbrück als SAR-Stützpunkt (SAR = search and rescue, Suchen und Retten) für einen Hubschrauber der Bundeswehr eingerichtet. Merzbrück ist bis heute Standort des Hubschraubers, betrieben wird das Fluggerät allerdings inzwischen vom Automobilclub ADAC.

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