Landesbetrieb zweifelt Tempo-Regelung an

Von: -jül-
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Stolberg. Die Argumente sind nicht neu und kehren immer wieder: Landesstraßen dienen der Abwicklung überörtlicher Verkehre und es ist nicht vorgesehen, dort Tempo-30-Strecken auszuweisen.

Das antwortete der Landesbetrieb Straßenbau einmal mehr der Stadt. Die hatte nach Beschlüssen des Hauptausschusses zu Anträgen von SPD und CDU angefragt, auf der L 238 / L 24 (Jägerhausstraße) in Zweifall sowie auf der L 12 (Vennstraße) in Venwegen die vorhandenen 30-km/h-Strecken zu verlängern.

Im Gegenteil: Der Landesbetrieb hält es sogar für fraglich, dass eine Berechtigung für die bestehenden Geschwindigkeitsbegrenzen bestünden. Sowohl für Zweifall wie auch für Venwegen seien weder schwerwiegende Unfälle noch besondere Gefährdungen bekannt. Mit 3900 bzw. 3200 Fahrzeugen im Tagesschnitt seien beide Ortsdurchfahrten nur gering belastet. Besonders schützenswerte Einrichtungen gebe es nicht.

Dass Kinder auf ihrem Schulweg die Landesstraße in Zweifall queren, sei „eine übliche Nutzung klassifizierter Straßen”, und die eingeschränkte Sicht an Einmündungen von Seitenstraßen in Venwegen wsei durch private Hecken, Lichtmasten oder Stromkästen begründet, so der Landesbetrieb.

Ebenfalls abgelehnt hat die Polizei die Anfrage der Stadt, weil die Voraussetzungen für Tempo 30 in beiden Fällen fehlen würde. Die Verwaltung empfiehlt deshalb dem am Mittwoch tagenden Verkehrsausschuss, das Thema zu den Akten zu legen.
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