Lagerhalle in Stolberg-Atsch ausgebrannt: Hoher Schaden

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Die Lagerhalle mitsamt der darin befindlichen Autos brannte vollständig aus. Foto: Ralf Roeger

Stolberg. Einen solchen Abend hat die Stolberger Feuerwehr schon lange nicht mehr erlebt: Alle Einheiten sollen in der Nacht zum Sonntag in Einsätzen gebunden sein. Es ist vor allem der Großbrand in einer Kfz-Werkstatt an der Steinbachstraße in Atsch, der hauptamtliche und freiwillige Helfer bis in den Sonntagmittag in Anspannung hält, aber eine Stunde nach Einsatzbeginn wird ein weiterer Brand in Schevenhütte gemeldet; verletzt wird bei den Einsätzen nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Gegen 19.10 Uhr erreicht die Feuerwache die Alarmmeldung über „brennendes Öl“ in der Werkstatt. Als die ersten Kräfte von Hauptwache und den Löschgruppen Atsch, Büsbach, Donnerberg, Mitte und Münsterbusch den Brandort erreichen, steht die Werkstatt bereits in hellen Flammen. Der 4. Zug mit Mausbach, Vicht und Zweifall, Gressenich sowie Spezialgerät werden nachbeordert. Der 3. Zug mit Breinig, Dorff und Venwegen besetzt die Hauptwache sowie Schevenhütte und Werth ihre Gerätehäuser, um die Grundsicherung der Bevölkerung gewährleisten zu können.

In Atsch gehen die Einsatzkräfte unter Atemschutz in unterschiedlichen Abschnitten von der Steinbach- und Haldenrandstraße gegen den Brand mit vier B- und von der Drehleiter mit einem C-Rohr sowie mit Schaum unter Leitung von Stadtbrandinspektor Andreas Dovern gegen die Flammen vor. Dank des neu beschafften Abrollbehälters wird in Schnelle eine Wasserversorung über einen Kilometer zu Hydranten in der Steinbach- und Würselener Straße aufgebaut.

Messfahrzeuge mit Fachberatern aus Simmerath und Monschau messen, ob der Brand Schadstoffe freisetzt, können aber Entwarnung geben, nachdem die umliegende Bevölkerung mit Lautsprecherdurchsagen gewarnt worden war. Der Gerätewagen Atemschutz und eine Versorgungseinheit aus Eschweiler unterstützen die Stolberger Kameraden bei ihren Aufgaben.

„Durch die massiven und sehr umfangreichen Löschmaßnahmen und den Einsatz von Schaum wurden die Flammen zügig unter Kontrolle gebracht“, sagt Feuerwehrsprecher Michael Konrads. Davon machten sich auch Bürgermeister Tim Grüttemeier und Kreisbrandmeister Bernd Hollands ein Bild noch während der Nacht. Allerdings dauern die Nachlösch- und Aufräumarbeiten bis gegen 12 Uhr am Sonntag an.

Dann übergibt die Feuerwehr den Brandort an die Kriminalpolizei. Sie beschlagnahmt ihn und versiegelt den Zugang. Vor einem Betreten soll ein Sachverständiger am Montag den Bauzustand der völlig ausgebrannten Werkstatt untersuchen. Derzeit können keine konkreten Angaben über Ursache und Schadenshöhe gemacht werden. Das Gebäude und eine Reihe von Fahrzeugen wurden ein Raub der Flammen.

Zeitgleich Feuer in Schevenhütte

Eine Stunde nach Einsatzbeginn in Atsch erreichte die Zentrale gegen 20.11 Uhr ein Notruf von der Langerweher Straße in Schevenhütte: Zu diesem „Feuerschein in einer Fabrikhalle“ rückte der 5. Zug mit Gressenich, Schevenhütte und Werth aus. Bei der ersten Erkundung wurde eine brennende Propangasflasche vorgefunden, deren Flammen auf einen Wohncontainer übergriffen.

Ein Trupp unter Atemschutz kühlte mit einem C-Rohr die Gasflasche und löschte den Brand. Dann wurde die Gasflasche zur weiteren Kühlung in den Wehebach gestellt. Der Einsatz wurde gegen 20.45 Uhr beendet. Ohnehin hatte der Samstag bereits sehr einsatzreich für die Feuerwehr begonnen. Neben zahlreichen Einsätzen des Rettungsdienstes mussten von der Feuerwehr mehrere Einsätze abgearbeitet werden.

Gegen 14 Uhr löste ein privater Rauchmelder in Breinig an der Stockemer Straße aus. Die Feuerwache und die Löschgruppe Breinig stellten vor Ort den Grund der Auslösung, Rauchentwicklung durch einen Toaster, fest. Im direkten Anschluss ging es in die Schillerstraße im Stadtteil Werth zu einer Ölspur. Der Bereitschaftsdienst der Feuerwehr wurde um 16.38 Uhr in Münsterbusch tätig, und um 17.25 Uhr löste eine Brandmeldeanlage in einem Gewerbebetrieb an der Cockerillstraße aus.

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