Stolberg - Kurios: Vichttal siegt nach Münzwurf-Duell

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Kurios: Vichttal siegt nach Münzwurf-Duell

Von: Ottmar Hansen
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Das Flutlicht blieb leider ausgeschaltet. Foto: imago/Fotoarena

Stolberg. Die Geschichte der Stolberger Fußball-Stadtmeisterschaften ist um eine Kuriosität reicher: Der Gewinner des Vorrundenspiels zwischen Landesligist VfL Vichttal und A-Liga-Aufsteiger TSV Donnerberg wurde am Montagabend erst nach Einbruch der Dunkelheit ermittelt - durch einen Münzwurf in der Schiedsrichterkabine.

Wie 1965 im Europapokal zwischen dem 1. FC Köln und FC Liverpool. Eine Runde weiter kam auf diese Weise der VfL Vichttal.

Dabei hatte sich der TSV Donnerberg, zugleich Ausrichter der Stadtmeisterschaft, durchaus größere Chancen ausgerechnet. Der VfL trat zum Anpfiff um 20 Uhr je zur Hälfte mit Spielern aus dem Landesligakader und der neuen U23 als 2. Mannschaft an und wurde von Nachwuchsleiter Manfred Pomp betreut. Das Spiel, über 2x30 Minuten angesetzt, wurde in der ersten Halbzeit zwar klar vom VfL beherrscht, aber die Vielzahl von Möglichkeiten zur Führung wurden nicht genutzt. Der TSV kam seinerseits nur durch Standardsituationen vor das Gehäuse von VfL-Keeper Nico Krämer. Zur Halbzeit stand es vor rund 120 Zuschauern 0:0.

In der zweiten Halbzeit wurde es dann kurios. Ein Gewitter zog auf. Einige Blitze in der Ferne sorgten für eine Spielunterbrechung durch Schiedsrichter Detlef Paulssen, der sich Sorgen um die Gesundheit der Kicker machte. Einige Tropfen regneten auf das Stadion am Glashütter Weiher nieder, doch das Gewitter kam nicht wirklich näher. Nach 30 Minuten Unterbrechung pfiff der Schiri das Spiel wieder an, doch jetzt brach über dem Platz die Dunkelheit herein. Das Flutlicht konnte aber nicht eingeschaltet werden, da es keinen Schlüssel dafür gab. Weder Ausrichter TSV noch „Hausherr“ FC Stolberg 10 konnten den Schlüssel auftreiben. So spielten beide Teams im Halbdunkel weiter.

Vichttal drängte auf den Führungstreffer, der dann aber nach einem Fehler in der Hintermannschaft des VfL zu Gunsten des TSV Donnerberg fiel. Kurz darauf gab es das 1:1 nach einem Kopfball von Jipsy Pedro nach schöner Hereingabe von Dirk Steckemetz. Wenige Minuten später brach der Schiri, dem es nun deutlich zu dunkel wurde, das Spiel ab. Man benötigte aber einen Sieger. Und so konnte Kapitän Johannes Lüttecke in der Schiedsrichterkabine das Münzwurf-Duell gegen den Spielführer des TSV gewinnen, die Vichttaler zogen in die nächste Runde ein.

„In diesem Spiel ist einiges schief gelaufen“, bedauerte am Dienstag TSV-Geschäftsführer Markus Baginski am Redaktionstelefon. Niemand habe damit gerechnet, dass sich ein Spiel bis in die Dunkelheit hinziehen könnte. Deshalb habe sich auch niemand im Vorfeld um den Schlüssel für die Beleuchtung gekümmert. „Ein Nachholspiel war nicht möglich. Um im Zeitplan zu bleiben, mussten wir leider losen“, so Baginski. „Natürlich sind wir nicht glücklich mit dieser Situation“, zog auch TSV-Vorsitzender Michael Penners Bilanz. Ein zweites Mal wird es dieses Dilemma aber nicht geben. Baginski: „Der Schlüssel ist jetzt da.“ In der zweiten Begegnung des Tages schlug FC Columbia Gegner DJK Dorff mit 1:0.

Am Mittwoch spielen um 18.45 Uhr SV Breinig gegen SG Stolberg und um 20 Uhr Columbia Stolberg gegen VfL Vichttal.

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