Stolberg - „Kupferstädter Traumtheaters” als CHIO-Begleitprogramm

„Kupferstädter Traumtheaters” als CHIO-Begleitprogramm

Von: Andreas Gabbert
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Wenn es am Abend des 27. Juni dunkel wird über Stolberg, dann sollen die Stadt und die Burg erst so richtig erstrahlen. Als ein Höhepunkt des Straßentheaterfestivals, das der Kreis Aachen seit einigen Jahren parallel zum CHIO in Aachen veranstaltet, wird die Stolberger Burg mit einer aufwändigen Lichtinstallation in Szene gesetzt.

Die Künstler von „rost:licht” werden ihr ein anderes Gesicht verleihen.

Rund um die Burg wird die Berliner Künstlergruppe „Grotest Maru” einen Parcours aus kleinen Theaterstücken, Walk-Acts, Performances etc. entwickeln. Dabei sollen alte Geschichten, Mythen, Legenden, Sagen, Erzählungen und Begebenheiten aus der Geschichte Stolbergs aufgegriffen und szenisch umgesetzt werden.

Auf der Burg soll unter dem Namen „Lebendige Erinnerungswerkstatt Stolberg” eine künstlerische und kulturelle Begegnungsstätte geschaffen werden, in der an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten Darbietungen zu bestaunen sind. Im Licht von 1000 Kerzen und 350 Scheinwerfen sollen die Besucher unterschiedliche Vorführungen genießen können.

Tatkräftige Unterstützung

Das geht nicht ohne die tatkräftige Unterstützung der Stolberger. Bereits vor einiger Zeit hat die Kulturbeauftragte des Kreises Aachen, Nina Mika-Helfmeier, die das Projekt entwickelt hat, deshalb die örtlichen Vereine und Einrichtungen, aber auch Privatleute zur Mitarbeit in der Erinnerungswerkstatt Stolberg eingeladen. Sie waren aufgerufen, sich an der Realisierung des Projektes zu beteiligen und zu überlegen, in welcher Form sie sich einbringen können und wollen. „Regionale Geschichte soll durch eine künstlerische Darstellung für die Bevölkerung sinnlich erlebbar gemacht werden”, erklärt die Kulturbeauftragte. Nur durch eine Vielfalt von Erinnerungen und Fähigkeiten könne ein buntes und attraktives Bild von Stolberg entstehen, so die Organisatorin. Anfang April trafen sich bereits 30 Vertreter aus 17 Vereinen und Stadtführer zur Vorstellung des Projektes Erinnerungswerkstatt.

Katja Knospe von der Jugendwerkstatt der Jugendberufshilfe nimmt mit einer Gruppe junger Leute an dem Projekt teil. Sie haben ältere Menschen aus Stolberg aufgefordert, ihre Geschichten und aus ihren Erinnerungen zu erzählen. Die Geschichten wurden aufgenommen und sind auf der Burg zu hören. „Damit sie nicht verlorengehen”, sagt Katja Knospe.

Die Altstadt, Kirchen, Kupferhöfe und die Burg sind die Domäne von Stadtführerin Klaudia Penner-Mohren. Mit Horn, Laterne und einem großen Hut ausgestattet wird sie am 27. Juni als Nachtwächterin unterwegs sein. „Ich tue es aus Spielfreude und aus Spaß”, sagt die Stadtführerin über ihre Motivation.

Birgit Engelens Verbundenheit

Birgit Engelen fühlt sich mit der Geschichte der Stadt verbunden und wird im Hof vor dem Burghaus ein sechs Meter langes Banner mit Waldimpressionen präsentieren. „Ich will daran erinnern, wie grün Stolberg ist und immer war”, sagt die Künstlerin.

Mit dabei ist auch das „Kupferstädter Traumtheater”. Die Akteure werden als Zwerge rumlungern, Schabernack treiben, sich in Verliesen verstecken und an der Rittertafel speisen und trinken. „Wir wollen das Wahrzeichen der Stadt Stolberg, den Galminus-Zwerg, lebendig werden lassen”, erklärt Mary Willems. Praktischerweise kann die Gruppe auf die Kostüme der letzten Schneewittchen-Aufführung zurückgreifen.

Inzwischen haben die zahlreichen Vereine, Künstler, Stadtführerinnen und Museen unter der Leitung von Urs Berzborn (Grotest Maru) verschiedene Geschichten, Theaterstück, Erzählungen und dramaturgische Darbietungen inszeniert. „Es ist wirklich toll, was die Leute sich alles einfallen lassen”, freut sich Nina Mika-Helfmeier.

Das Modellprojekt wird zum ersten Mal in NRW veranstaltet. Es wird gefördert vom Land NRW, dem Kreis Aachen sowie dem Kunst- und Kulturzentrum (KuK) in Kooperation mit der Stolberg-Touristik.
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