Kupferstädter Künstlerin ist seit mehr als 30 Jahren aktiv

Von: Dirk Müller
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Seit 2010 bietet die Kupferstädter Kunstaktivistin Birgit Engelen auch Workshops in Stein an. Jetzt präsentiert sie die Werke von 43 Künstlerinnen und Künstlern. Foto: D. Müller

Stolberg. Ob bekannt oder unbekannt – sie freue sich auf alle Besucher, die Lust haben, „Kunstluft zu schnuppern“, sagt Birgit Engelen. Sie feiert am Samstag ab 12 Uhr einen besonderen Jahrestag am Hammerberg. Seit 30 Jahren ist die Diplom Grafik-Designerin selbstständig, und seit mehr als drei Jahrzehnten ist Engelen freischaffende Künstlerin und aus der Stolberg Kunstszene nicht mehr wegzudenken.

30 Künstler und 30 Exponate wollte sie zur Feier des Tages in Atelierhaus und Skulpturengarten präsentieren, doch es kam anders: „Es werden gut 30 Künstler persönlich anwesend sein, aber Werke sind von sogar 43 Künstlern zu sehen“, beschreibt Engelen den „Kupferstädter Kunstgeburtstag“.

Zu Kunst und Grafik ist die 57-Jährige über Umwege gekommen. Zunächst schloss sie eine Ausbildung als Bauzeichnerin ab, machte anschließend Fachabitur und begann das Studium der Architektur. „Doch während des ersten Semesters bekam ich die Chance, in der von Hermann Koch geleiteten Grafik- und Werbeabteilung von Dalli zu arbeiten“, erzählt Engelen. Sie blieb dort drei Jahre und sagt heute: „Von Hermann Koch habe ich sehr viel gelernt.“ 1980 nahm sie das Studium für Grafik und Design an der Fachhochschule Aachen auf.

Erste Einzel- und Gruppenausstellungen mit ihrer Malerei, ihren Objekten und Skulpturen folgten, und Engelen wurde Mitglied im Burghaus Verein, war an der Organisation von Kunstausstellungen im Burghaus und in der Burg-Galerie beteiligt.

„Zu den Burghaus-Zeiten habe ich bereits vom eigenen Skulpturengarten geträumt. Vielfältige Kunst in fast allen Formen zeigen zu können, Lesungen, Theater und Musik zu präsentieren und dabei jungen Künstlern eine Plattform bieten zu können, hat mich fasziniert“, sagt Engelen. Vor dem Skulpturengarten am Hammerberg gab es allerdings noch andere Stationen für sie.

Ihr erstes eigenes Atelierhaus eröffnete Engelen 1997 In der Schart. In jenem Jahr war sie Mitbegründerin der erfolgreichen Künstlerinitiative „Kunst rund um“. 2005 zog sie mit ihrem Atelierhaus in die Burgstraße um. Die Gruppe, die sich für „Kunst rund um“ verantwortlich zeichnete, ging inzwischen auseinander. Eine neue Künstlerinitiative formierte sich und 2008 feierte „Kunst auf dem Weg“ Premiere in der Stolberger Alt- und Innenstadt. Wieder eine treibende Kraft: Birgit Engelen. Ebenfalls vor sieben Jahren verwirklichte die Künstlerin ihren Traum vom Skulpturengarten an ihrem neuen Atelierhaus am Hammerberg.

Kleinkunst, Lesungen und Kunstwerke von mehr als 60 Gastausstellern hat Engelen mittlerweile den Interessierten aus Stolberg und Umgebung präsentiert. 2010 war sie Mitbegründerin der Kunstausfahrt „Art Tour de Stolberg“. „Diese Kunstausfahrt, die auch Stationen in den Stadtteilen wie Breinig, Münsterbusch, Vicht und jetzt Büsbach, oder Zweifall beinhaltet, hat sich als Glücksfall erwiesen. Nicht nur weil sie von Besuchern wie Künstlern sehr gut angenommen wird“, meint Engelen, angesichts der Tatsache, dass „Kunst auf dem Weg“ im zweiten Jahr pausiert.

Wie bei den diversen Kunstinitiativen engagiert Engelen sich als Grafik-Designerin immer wieder ehrenamtlich, war etwa an der Broschüre „Meine Heimat“ der Stolberger Bürgerstiftung beteiligt. Infotafeln in der Kupferstadt, Touristik-Flyer und mehr tragen die Handschrift des zweiten Berufs der Künstlerin.

Von der Stolberger Kunstszene ist Engelen nach wie vor überzeugt, ja begeistert: „Die Szene ist klein aber fein, angenehm persönlich, man kennt sich. Sie ist ständig im Wandel, was gut ist, denn Kunst braucht Dynamik. Es ist schön, dass sich auch immer wieder neue Kunstschaffende gezielt für den Standort Kupferstadt entscheiden. Ich kann das gut nachvollziehen, denn Stolberg inspiriert“, erklärt Engelen.

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