Stolberg-Breinig - Kupferstadtpokal: Fulminante Vorstellungen auf zwei Rädern

Kupferstadtpokal: Fulminante Vorstellungen auf zwei Rädern

Von: Johannes Mohren
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Der 21. Kupferstadtpokal bot in der Breiniger Mehrzweckhalle Kunstradsport der Extraklasse. Insgesamt gab es 65 Starts, beteiligt waren zehn Vereine aus drei Nationen. Foto: J. Mohren

Stolberg-Breinig. Es ist eine wahre Erfolgsgeschichte: Kunstradfahren in der Kupferstadt hat inzwischen eine große Tradition. Als nun der erste Radakrobat auf die Wettkampffläche rollt, markiert dies den Startschuss in die bereits 21. Ausgabe des Kupferstadtpokals. Zahlreiche atemberaubende Vorstellungen auf zwei Rädern sollen folgen - Fahrten, die die Zuschauer vor Begeisterung und (ungläubigem) Staunen von den Bänken reißen.

65 Starts verzeichnet der RSC 07 Stolberg-Münsterbusch an diesem Tag, gemessen an den Vorjahren ist das der zahlenmäßige Ausdruck einer eher schwachen Resonanz. „Dieses Jahr hatten wir bereits im Vorfeld ungewöhnlich stark mit Ausfällen zu kämpfen”, betont Pressewart Robert Schell vom austragenden Verein.

Einen unzufriedenen oder gar enttäuschten Eindruck macht er aber angesichts dieser vermeintlich schlechten Nachricht überhaupt nicht. Die Zahl der Gesamtstarts sei zwar deutlich zurückgegangen, „das sportliche Niveau der Veranstaltung ist aber unverändert sehr hoch, die Qualität passt”, betont Schell.

Es ist ein fachmännisches Urteil, denn Schell verbringt einen Großteil des Tages unmittelbar an einer der beiden elf mal 14 Meter großen Wettkampfflächen, auf denen zumeist parallel gefahren wird. Hautnah ist er hier am langen Jurypult mit dabei, zeigt sich als Richter verantwortlich für die Höhe der Punktzahlen, die nach einer jeden Fahrt ermittelt und schwarz auf weiß an den Tafeln am Rande der Fahrflächen angeschlagen werden. Jubel ertönt dann so manches Mal auf den gut gefüllten Rängen, viele Athleten haben Verstärkung mitgebracht - und diese macht sich immer wieder lautstark bemerkbar.

Überhaupt haben die Fans und neutralen Beobachter in der Mehrzweckhalle in der Stefanstraße jede Menge Grund für ausgiebigen Applaus und lassen sich auch nicht lange bitten. Denn das, was die Fahrer alleine oder im Duo auf den Hallenboden zaubern, lädt wirklich zum Staunen ein und lässt sich nur schwer in Worte fassen.

Beinahe unfassbare Figuren werden zwischen Sattel und Lenkstange während der Fahrt geturnt, es sind akrobatische Meisterleistungen auf zwei Rädern, die die Zuschauer im Minutentakt live und aus nächster Nähe von der Tribüne verfolgen können.

„Wir haben wirklich ein starkes Teilnehmerfeld am Start. Es sind auch immer einige Fahrer dabei, die an Deutsche Meisterschaften teilnehmen und sich bei uns den letzten Feinschliff holen”, berichtet Robert Schell. Dass es in diesem Jahr eher wenige seien, hänge auch mit den späten Ferien zusammen. „Wir haben aber so lange für einen festen Termin im Radsportkalender gekämpft, von dem wollen wir nun natürlich auch nur äußerst ungern abrücken”, betont er.

Ein begeisternder Tag rund um den 21. Kupferstadtpokal ist es sowieso. Und ein weiteres Kapitel in der langen Erfolgsgeschichte des Kupferstädter Kunstradsports.

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