Kunstrasenprojekte: Kollektives Warten auf besseres Wetter

Von: Lukas Franzen
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Verlegt, aber noch nicht geklebt: Der Kunstrasen des Breiniger Sportzentrums. Der untere Bereich des neuen Vereinsheims zwischen altem Rasenplatz und neuer Kunstrasenanlage steht dagegen schon vollständig. Das Obergeschoss soll Mitte Februar hinzukommen. Foto: L. Franzen
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Damit im März Meisterschaftsspiele stattfinden können, hofft die SG Stolberg, dass zumindest die Bauarbeiter den Sportplatz am Bovenheck in dieser Woche wieder betreten können.

Stolberg. Wenn im übertragenen Sinne von gleich mehreren Baustellen die Rede ist, ist dies meist nur eine andere Formulierung für Stress, Zeitknappheit und Überforderung. Mehre Baustellen existieren derzeit auch auf den Stolberger Fußballplätzen, was die Verantwortlichen in diesem Fall jedoch ausdrücklich freut. Denn dadurch schreiten die Kunstrasenprojekte – ob in Breinig, Gressenich oder Münsterbusch – weiter voran.

Im Falle des SV Breinig von „Voranschreiten“ zu sprechen, wäre jedoch beinah untertrieben. Denn das neue Sportzentrum nimmt bereits konkrete Formen an und wird – erwartungsgemäß – wohl als erstes der aktuellen Sportplatzprojekte in Stolberg fertiggestellt sein. „Der Kunstrasen ist schon vollständig ausgelegt, aber noch nicht verklebt“, sagt Dieter Jollet, Vorsitzender des Breiniger Bauausschusses. Jetzt müsse nur noch das Wetter mitspielen, denn um das künstliche Grün befestigen zu können, werden ein trockener Untergrund und Temperaturen von über fünf Grad Celsius benötigt.

Der Kunstrasen ist jedoch längst nicht die einzige Veränderung der vergangenen Wochen und Monate auf Schützheide. Die sichtbarste Neuerung: Zwischen dem alten Rasenplatz und der neuen Kunstrasenanlage steht bereits der Rohbau des neuen Vereinsheims samt Gas-, Wasser-, Strom und Telefonleitungen. „Das Obergeschoss wollen wir bis Mitte Februar fertiggestellt haben. Außerdem fehlen noch Sand und Granulat auf der Kunstrasenfläche“, sagt Jollet und beschreibt damit die nächsten Schritte.

Um eine Woche verschoben

Noch nicht so weit und dennoch im Zeitplan ist die SG Stolberg mit ihrem Kunstrasenprojekt am Gressenicher Bovenheck. „Mein Ziel ist, dass wir zum Beginn der Rückrunde im März auf dem neuen Kunstrasen spielen können“, sagt Harry Rüttgers, 2. Vorsitzender und Projektbeauftragter des Fusionsclubs aus Werth und Gressenich. Daran könne auch die Tatsache nichts ändern, dass die Fortsetzung der Bauarbeiten, bedingt durch das nasse Wetter, um eine Woche verschoben werden musste.

Im Gegensatz zum SV Breinig sucht man die grüne Spielfläche in Gressenich zwar noch vergebens. Doch immerhin ist die ungeliebte Asche schon abgetragen worden. Fertig seien außerdem die Drainagen und Umzäunungen des Spielfeldes. „In dieser Woche wollen wir damit starten, Splitt und Schotter zu verteilen, und weiter an der Pflasterfläche arbeiten“, so der SG-Vize. Seine Hoffnung: „Wenn der Kunstrasen in den nächsten Wochen gelegt werden könnte, wäre das ideal. Aber alles steht und fällt eben mit dem Wetter.“

Eine Aussage, die auch Joseph Steibel, der gemeinsam mit Peter Königs das Kunstrasenprojekt des FC Stolberg betreut, unterschreiben kann. Erste Vorarbeiten auf dem Sportgelände am Glashütter Weiher seien zwar bereits erledigt, sagt der Projektbeauftragte. Konkret seien Zäune und Banden des Ascheplatzes bereits entfernt worden. Der große Spatenstich mit vielen Mitgliedern und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft erfolge aber erst am 30. Januar, so Steibel. Erster Schritt sei dann das Anbringen der Drainage.

Von einer Baustelle im kleineren Stil lässt sich beim SV ASA Atsch sprechen. Der Rat der Stadt Stolberg hat den Weg für ein kleines Naturrasenspielfeld freigemacht, um die Trainingsmöglichkeiten und die Attraktivität des Vereins für den Fußballnachwuchs zu verbessern. „Mit den Planungen wollen wir in der nächsten Woche beginnen“, erklärt Geschäftsführer Boris Theiner. Denn in den vergangenen Wochen habe sein Club zunächst sportliche Hausaufgaben zu erledigen gehabt: die Organisation der Hallenstadtmeisterschaft an zwei Wochenenden.

Und wie ist der aktuelle Stand auf der Baustelle des VfL Vichttal, dem ein Teil seines Kunstrasenplatzes abrutschte? „Bisher nichts Neues“, verkündet der VfL-Vorsitzende Michael Frey und hofft – wie alle Clubs – auf stabilere Wetterverhältnisse.

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