Stolberg - Kunst auf dem Weg: Papierfiguren, die schwerelos schweben

Kunst auf dem Weg: Papierfiguren, die schwerelos schweben

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Kunst auf dem Weg
Die Künstler, die die Finkenbergkirche zu einem besonderen Kunst(h)ort machen wollen, freuen sich schon auf die Ausstellung und die Begegnung mit den Besuchern.

Stolberg. Wie schon in den vergangenen Jahren wird die Finkenbergkirche auch in diesem Jahr wieder zu einem besonderen Kunst(h)ort. Von der Atmosphäre der Kirche haben sich ganz unterschiedlich arbeitende Künstler inspirieren lassen, die sich in ihren Werken ergänzen und zum Dialog einladen.

Eine „Bekannte“ aus dem Vorjahr ist Monika Bergrath, die mit ihren besonderen Materialbildern bei „Kunst auf dem Weg“ in der Kirche vertreten war. Schon da entstand die diesjährige Ausstellungsidee. „Beim Betreten der Finkenbergkirche entstanden in meiner Phantasie sofort die Bilder kunstvoller Kragen von evangelischen Geistlichen. Deswegen zeige ich in dieser Kirche meine verschiedenen Arbeiten zum Thema „Kragen, eine Plattform für den Kopf“.


Beim Entstehen ihrer  Objekte arbeitet Monika Bergrath gerne themenbezogen und wählt hierzu verschiedene Materialien – Reste und Gebrauchtes reizen sie besonders  - ganz bewusst nach ihren Eigenschaften aus. Sie widmet sie um,  arrangiert sie neu und lässt so immer wieder neue Sichtweisen entstehen. Die Besucher können gespannt sein, welche Materialien sie für ihre Kragen ausgewählt hat. Monika Bergrath ist gelernte Goldschmiedin und lebt und arbeitet im Dreiländereck bei Aachen.


Ganz anders setzt sich Anita Brendgens mit den Gegenständen der Alltagswelt auseinander. Sie beschäftigt sich seit 1999 mit dem Material Papier. Fortan entstehen weiße Papierobjekte, die scheinbar schwerelos schweben.  Anita Brendgens schenkt einzelnen Gegenständen eine bisher nicht gekannte Aufmerksamkeit. Ein Ensemble mit Putzeimer macht auf Profanes aufmerksam, denn auch in der Finkenbergkirche wird es jemanden geben, der putzt. Ein Kerzenleuchter, ursprünglich aus ihrem Elternhaus, fügt sich in die Architektur der Finkenbergkirche ein. Ein Turm von in Holzkästen festgehaltenen Stillleben erinnert an Bilder Alter Meister aus längst vergangenen Zeiten.Anita Brendgens lebt in Vaals in den Niederlanden und ist seit vielen Jahren  weltweit in bedeutenden Ausstellungen vertreten.


Günther Król ist der 3. bildende Künstler in der Finkenbergkirche. Er lebt in Linnich und beschäftigt sich seit 1985 mit Fotografie und ist u.a. freier Mitarbeiter für den Aachener Zeitungsverlag. „Fotografie ist für mich, immer wieder etwas Neues zu entdecken und davon zu erzählen.“ Günther Król beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Industrie und Landschaftsfotografie. Er hält mit der Kamera Eindrücke von Orten fest, die der Mensch geschaffen hat oder Orte, an denen die Natur sich selbst überlassen wurde.

Ganz besonders zog ihn die bizarre Landschaft der Vulkaninsel Island in ihren Bann, die geprägt wird vom Aufeinandertreffen von Feuer und Eis. Hier entstanden beeindruckende Aufnahmen, sowohl in Farbe als auch in Schwarz-Weiß.


Zu den Kunstwerken in der Finkenbergkirche gesellt sich in diesem Jahr wieder Musik. Die jungen Stolberger David Bartusel und Daniel Imiela, beide 16 Jahre alt,  spielen seit 2006 Saxofon in der Musikschule Merz, wo sie ein breites Repertoire klassischer und zeitgenössischer Musik erarbeiteten, die sie sowohl bei Musikschulkonzerten als auch bei Veranstaltungen im privaten und öffentlichen Raum präsentieren.

Im Rahmen von „Kunst auf dem Weg“ werden sie zweimal in der Finkenbergkirche zu sehen und zu hören sein. Um 12 Uhr präsentieren sie klassische  und lateinamerikanische Musik, um 14 Uhr werden sie die Besucher mit Bach erfreuen.


Einen weiteren musikalischen Genuss wird der Kantor der Finkenbergkirche Gunther Antensteiner beisteuern, der im Rahmen der Kirchenführung auf der Orgel zu hören sein wird. Nähere Informationen hierzu gibt es in Kürze in einer gesonderten Ankündigung der Stolberg Touristik.
In der Finkenbergkirche werden umgewidmete Alltagsgegenstände, schwerelose Erinnerungsspuren und außerdem Blicke auf faszinierende Landschaften zu sehen sein. Die Kombination der Künstler und Künstlerinnen verspricht auf alle Fälle interessant zu werden.


Die Besucher der Kirche sind eingeladen, der Musik zu lauschen, sich selber ein Bild von den Werken zu machen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Weitere Infos unter: www.monika-bergrath.de, www.anitabrendgens.de, www.krol-fotografie.de sowie www.stolbergtouristik.de und www.kunst-auf-dem-weg.de.


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