Stolberg - „Kunst auf dem Weg”: Natur liefert die Kunstmotive

„Kunst auf dem Weg”: Natur liefert die Kunstmotive

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Angelika und Heinrich Keller f
Angelika und Heinrich Keller finden immer häufiger zu gemeinsamen Motiven, denen sie auf unterschiedlichen Gestaltungswegen Form geben.

Stolberg. Hinter dem alten Bauernhaus in Niedermerz, im Schatten vieler Bäume, hat Angelika Keller (52) als freischaffende Künstlerin ihren „Arbeitsplatz” in einem umgebauten alten Zirkuswagen. Seit mehr als 30 Jahren in der Keramikbildhauerei tätig, entstehen unter ihren Händen dort regelmäßig neue Objekte.

Dabei ist sie ständig auf der Suche nach neuen Varianten der Oberflächengestaltung, meist fernab des verbreiteten und bekannten Glasierens. Viele Inspirationen zur Gestaltung ihrer Objekte entstammen der Natur, was sich bisweilen direkt erschließt, so beim Betrachten ihrer Tierplastiken, was aber auch nach entsprechender Verfremdung des ausgewählten Motivs durchaus verborgen bleiben kann. Manche Keramikobjekte kombiniert sie mit eigenen Metallanfertigungen oder mit Fundstücken aus der Natur.

Angelika Keller blickt auf eine vielfältige Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland zurück. Besonders in Frankreich war sie bereits mehrfach mit ihren Arbeiten zu sehen, unter anderem bei einem internationalen Tierfilmfestival, wo Plastiken von beiden Ehepartnern ausgestellt waren.

Das künstlerische Schaffen von Angelika Keller ist zudem geprägt vom regelmäßigem Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, mit Senioren und mit körperlich und geistig behinderten Menschen. Wer etwas über Angelika Kellers Arbeiten im öffentlichen Raum erfahren möchte, dem sei ein Besuch der „Fischstele” im Kreisverkehr auf dem Wege zum Blausteinsee in Eschweiler empfohlen oder beim „Feuervogel”, einer Plastik, die seit 2008 die „Kunstfelder” am Aldenhovener Römerpark bereichert.

Heinrich Keller (56) hat sich in seinem künstlerischen Schaffen einem anderen Material verschrieben: dem Stahl, aus dem er Plastiken fertigt. Dabei ist er stets auf der Suche nach einer weitgehenden Reduzierung der Form, so zum Beispiel beim Entwurf seiner bekannten Stier-Plastiken, die meist mit erstaunlich wenig Umriss doch das Motiv auf Anhieb offenbaren.

Er bevorzugt die Technik des bisweilen archaisch anmutenden Brennschneidens, bei der der Werkstoff mit einer scharfen Flam­me aus Brenngas und Sauerstoff verflüssigt und geschnitten wird. Durch die Verwendung handgeführter Schneidbrenner weist der bearbeitete Stahl „gezahnte” Schnittstellen auf, die den Arbeiten einen unverkennbaren Charakter geben.

Heinrich Keller hat sich im wesentlichen autodidaktisch über mehr als 20 Jahre in sein künstlerisches Feld eingearbeitet. Er verfügt heute über eine stattliche Sammlung antiquarischer themenbezogener Bücher.

Im Zusammenwirken der Ehepartner Angelika und Heinrich Keller finden beide immer häufiger zu gemeinsamen Motiven, denen sie auf unterschiedlichen Gestaltungswegen Form geben.

Der aus Potsdam stammende und seit 1988 in Stolberg lebende Peter Lidak zeigt im Torburg-Museum eine repräsentative Auswahl seiner im wahren Sinne des Wortes attraktiven Skulpturen aus Keramik, Metall, Stein und Holz.

Seit mehr als 30 Jahren betätigt sich er als Bildhauer. Die Ideen für seine Skulpturen schöpft der im Hauptberuf als Arbeitspädagoge tätige Künstler aus seiner reichen Fantasiewelt. Viele Anregungen erhält er bei der intensiven Betreuung der ihm anvertrauten geistig behinderten Menschen.

Der Künstler ist am 26. August während der Ausstellung anwesend und gibt gerne Antworten auf Fragen zur Entstehungsgeschichte einzelner Werke sowie zu der von ihm entwickelten Technik und der Gestaltung seiner Skulpturen. Wenn man seine eindrucksvollen und schönen Plastiken sieht, will man nicht glauben, dass er sich das Können autodidaktisch erarbeitet hat.

Seine erste eigene Ausstellung hatte er 1982 in Potsdam. Es folgten viele weitere Präsentationen, so in Essen, Aachen, Düsseldorf, Wittstock und auch in den Niederlanden und Belgien, um nur die wichtigsten zu nennen.
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