Stolberg - „Kunst auf dem Weg”: Industrie, Kaffee und Abstraktionen

„Kunst auf dem Weg”: Industrie, Kaffee und Abstraktionen

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Fotos und Skulpturen: Karin Ly
Fotos und Skulpturen: Karin Lynen präsentiert am 26. August Pit Siebigs (M.) und Holger Vanicek.

Stolberg. Industriefotografie, intuitive Malerei, Holzskulpturen und eine Lesung bei Kunst-auf-dem-Weg am 26. August von 11 bis 18 Uhr im Atelier Lynen in der Ritzefeldstraße 27.

Kunst lebt nicht nur aus sich heraus, für den Betrachter ist auch wichtig, in welchem Kontext sie präsentiert wird. Ein besonderes Zusammentreffen von Kunst findet beim diesjährigen Kunstweg im Atelier Lynen statt, wo sich Fotografien, Malerei, Skulpturen und Literatur begegnen.

Der entscheidende Augenblick

Auf eindrucksvolle und ästhetische Weise zeigen die Großfotos von Pit Siebigs die vergänglichen Spuren menschlicher Arbeit und industrieller Architektur. Die charakteristische, sorgfältige und keineswegs inszenierte Auswahl des Bildmotivs und die individuelle Art der Vergegenwärtigung sind kennzeichnend für seine Fotografie. Siebigs überzeugt als Fotograf, weil er schon im Entstehungsprozess den ganz besonderen Blickwinkel und den entscheidenden Augenblick erkennt.

Die Bilder der Gastgeberin Karin Lynen entstehen spontan, ihrer jeweiligen Stimmung entsprechend und erzeugen dadurch einen authentischen Eindruck ihrer Malerei, die zwischen Abstraktion und Figürlichkeit pendelt. Die Bilder öffnen dem Betrachter einen Raum, aus dem dessen eigenen Inspirationen entspringen können. In diesem Jahr wird eine Zusammenstellung vieler neu entstandener Arbeiten präsentiert.

Gegensätze arbeiten miteinander

Die Skulpturen von Holger Vanicek sind aus Baumstämmen geschält und leben von dem Kontrast zwischen den derben Spuren des gewachsenen Holzes und den bis ins Filigrane ausgearbeiteten Formen. Diese Gegensätze arbeiten miteinander, streiten, ringen um Dominanz und suchen ihre Harmonie. Je nach Perspektive kann man den Ausgang dieses „Kampfes” immer wieder neu bewerten.

Das alltäglich Absurde

Die grundlegend verschiedenen Ansätze, mit der die drei Künstler ihre Motive verarbeiten, die durchaus ihre Schnittmengen haben, wird durch ein zunächst recht profan klingendes Event ergänzt: „Herr Ybbs kocht Kaffee”, unter dieser Überschrift liest Sebastian Ybbs über das alltäglich Absurde, das nach seiner Aussage an jeder Ecke lauert und dennoch meist unbemerkt bleibt.

Wenn Ybbs als Grundlage seiner Romane das Leben aufmerksam beobachtet, dann drängt sich das Absurde förmlich auf und lässt ihn schließlich nicht mehr los. Diese Erfahrung möchte er seinen Zuhörern weitergeben.

Start der jeweiligen Lesungen ist um 12, 14.30 und 16.30 Uhr.
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