Kundgebungen in Stolberg verlaufen ruhig wie nie

Von: -jül-/luk
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Gute Nachrichten verbreiten sich schnell: Um Punkt 15.50 Uhr am Samstagnachmittag macht eine besonders gute rasant die Runde. Die Neonazis sind wieder am Bahnhof und damit quasi bereits auf dem Weg nach Hause. Foto: Anja Klingbeil

Stolberg. Die Demonstrationen in Stolberg sind am Samstag größtenteils ruhig und friedlich abgelaufen: 55 Personen wurden in Gewahrsam genommen, eine Polizistin wurde leicht verletzt.

Die große Kundgebung „für ein nazifreies Stolberg” des Bündnisses gegen Radikalismus begann um 12 Uhr auf dem Kaiserplatz. Rund 900 Teilnehmer zogen durch die Straßen und demonstrierten friedlich.

Auch ab den Mittagsstunden war die rechtsextreme Szene am Hauptbahnhof und dem Euregiobahn-Haltepunkt Schneidmühle aufmarschiert. Nur rund 260 statt der vorher angekündigten 350 Rechtsradikalen waren nach Stolberg gekommen. Sie wickelten ihre Kundgebung in Stolberg schnell ab.

gegen 16 Uhr machten sich alle Demonstranten auf den Heimweg. Bis auf eine leicht verletzte Polizistin und 35 Personen, die zur Personalienfestellung in Gewahrsam genommen wurde, gab es keine Zwischenfälle.

Außerdem waren rund 60 Linksautonome vor Ort, die Bahngleise blockierten, sodass sich die Rechtsradikalen zu Fuß auf den Weg zu ihrem Kundgebungsort machen mussten. Dort waren sie zunächst von der Polizei auf verbotene Gegenstände gefilzt worden.

Um etwa 10.30 Uhr hatten die Gegendemonstranten am Bahnhof eine spontane Kundgebung abgehalten. Auf der anderen Seite des Bahnhofs hatten sich rund 20 Rechtsextreme positioniert. Zwischen beiden Gruppen befand sich jedoch eine große Anzahl von Polizisten.

Schon um 9 Uhr hatte sich Polizei an den strategischen Positionen - vor allem in Unterstolberg zwischen Mühle, Atsch Dreieck und Hauptbahnhof - positioniert.

Die gesamte Stolberger Innenstadt war offiziell für den Durchgangsverkehr gesperrt. Bisher verhalten sich beide Gruppen friedlich und ruhig.

Schon am Freitag zeigten rund 250 islamische Mitbürger und 300 Teilnehmer des christlichen Kreuzweges ein eindrucksvollen Zeichen für Menschlichkeit, Toleranz und Glauben, und beteten auf dem Kreuzweg „Erlöse uns”.
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