Stolberg - Kulturelle Werkwoche der Fachschule für Sozialpädagogik

Kulturelle Werkwoche der Fachschule für Sozialpädagogik

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Zugänge zu ihrem individuellen kreativen Potenzial entwickelten angehende Erzieher der Stolberger Fachschule für Sozialpädagogik bei einer kulturellen Werkwoche, die Vorreiter für weitere Bildungsgänge sein kann. Foto: Berufskolleg

Stolberg. Essiggeruch liegt in der zweiten Etage des Stolberger Berufskollegs in der Luft. Hier entstehen unter Anleitung des Künstlers Jürgen Reichert Lichtobjekte aus Silicon: transluzente, teils mystisch anmutende organische Gebilde, die den Betrachter in den Bann ziehen.

Einem chaotischen Klangteppich folgend, sammeln sich Schülerinnen und Schüler im Foyer der Schule, aus dem Chaos entsteht Ordnung, Musik; Klang und Drang hat die Musikerin Tabea Dross diesen Workshop überschrieben. Insgesamt 14 professionelle Künstlerinnen und Künstler haben eine Woche mit den angehenden Erzieherinnen und Erziehern gearbeitet. Entstanden sind Mosaikarbeiten, Acrylbilder zum Thema Wasser, Comics, filigrane Objekte aus Draht und Papier, Filz- und Tonarbeiten.

Sie sind in der Schule ausgestellt und zeigen auf beeindruckende Weise die Vielfalt der Workshopangebote sowie die intensive Auseinandersetzung mit Thema, Material und Technik. „Es ist wichtig, dass unsere angehenden Erzieherinnen und Erzieher auch in diesem Jahr wieder für eine Woche eintauchen in gestalterische – fantasievolle Tätigkeiten, sich in kleinen Gruppen miteinander auf den Weg machen und dabei Zugänge zu individuellen und kreativen Potenzialen nutzen“, freut sich Andrea Schäpermeier als Abteilungsleiterin für die Fachschule für Sozialpädagogik zuständig.

Inga Kühl, Kunstlehrerin und Initiatorin der kulturellen Werkwoche ergänzt: „Nur wer selber neugierig und mutig ist und Lust an der Entdeckung hat, wird Kinder und Jugendliche bei kreativen Prozessen gerne begleiten.“

Dass Kunst auch eine politische Komponente haben kann, bewiesen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Liedermacher-Workshops. Mit dem Liedermacher Theo Kersting entstand der Anti-Trump-Song „Trumpistan“, der der Schulöffentlichkeit präsentiert wurde. „Wir überlegen, die Kulturelle Werkwoche auch in anderen Bildungsgängen zu etablieren“, sagt Schulleiterin Ingrid Wagner ob des großen Erfolges.

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