Stolberg - „Kultur und Schule“: Atscher Grundschüler präsentieren ihr Projekt

„Kultur und Schule“: Atscher Grundschüler präsentieren ihr Projekt

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Eine von den Schülern erdachte Geschichte erzählt, wie Galminus auf den Fußballplatz kam. Foto: D. Müller

Stolberg. Er ist klein, knuffig, hilfsbereit, freundlich und fleißig. Römisch-keltischer Abstammung wurde er vor rund 2000 Jahren geboren und lebte und arbeitete lange in der sagenhaften Bergbaustadt „Gression“ auf Stolberger Gebiet als Galmeischürfer. Seit einiger Zeit verdingt er sich Galminus unter anderem als Museumszwerg im Zinkhütter Hof.

Dass es über den kleinen Galminus noch viel mehr zu erzählen gibt, wissen die Kinder der Grundschule Atsch sehr wohl, denn im Rahmen des NRW-Landesprogramms „Kultur und Schu­le“ haben sich Schüler der zweiten, dritten und vierten Klassen seit dem Herbst einmal wöchentlich mit dem Museumszwerg beschäftigt. „Galminus ist für die Kinder lebendig geworden und damit auch ein Teil der Stolberger Geschichte“, beschreibt Schulleiterin Johanna Steinröx.

Sie ist froh, dass das Galminus-Projekt mit Hilfe der Offenen Ganztagsschule des Sozialdienstes katholischer Frauen, des Fördervereins der Atscher Grundschule, der VR-Bank und der Sparkasse zustande gekommen ist. Auch Sebastian Wenzler, Leiter des Museums Zinkhütter Hof, meint, das Ergebnis könne sich sehen lassen. „Ich bin ganz begeistert davon, was ihr alles gemacht habt“, richtet er das Wort an die Kinder. Tatsächlich ist noch bis Mittwoch, 10. Juli, eine äußerst vielfältige aus dem Projekt resultierende Ausstellung zu sehen.

An Pablo Picasso angelehnte Malerei widmet sich dem Galminus-Zwerg ebenso wie illustrierte Geschichten, die von den Schülern verfasst wurden. Eine von den Kindern organisierte Umfrage zu dem Zwerg ist dokumentiert, und „die Schüler haben Galminus auch in die Moderne transportiert“, erklärt Katja Knospe, die das Projekt geleitet hat.

Sie verweist auf Häuser für Galminus, eines sogar mit Swimmingpool, oder einen an der Wand hängenden Fußballplatz, auf dem lauter Galminus-Zwerge kicken. Damit die Schüler sich künstlerisch-kreativ mit dem The­ma Galminus befassen konnten, haben sie zunächst viel über die Historie des kleinen Kerls gelernt – mit fachmännischer Unterstützung: Museumspädagogin Petra Grüttemeier, Heimatforscher Frie­drich Holtz und Stadtführerin Hel­ma Prössl wirkten beim Projekt mit.

Dank eines so gut aufgestellten Teams und viel eigenen Engagements können die Atscher Grundschüler nun im Museum Zinkhütter Hof eine facettenreiche Ausstellung präsentieren, von der bestimmt auch mancher erwachsene Stolberger noch so manches über den Galminus-Zwerg aus der Kupferstadt lernen kann. Dass die Arbeit an dem Projekt den Kindern Spaß gemacht hat, wird auch deutlich, denn die Entwicklung der Ausstellung ist auf zahlreichen Fotos dokumentiert.

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