Kult-Band „Apotheke”: Spielfreude auf dem Beipackzettel

Von: Dirk Müller
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Gute Laune wird als Nebenwirku
Gute Laune wird als Nebenwirkung nicht ausgeschlossen: „Apotheke” verabreicht mit viel Spielfreude Funk, Soul und Reggae beim „X-Mas Jam” am Alter Markt. Foto: Dirk Müller

Stolberg. Hat am Samstagabend noch das adventliche Flair der Kupferstädter Weihnachtstage den Alter Markt bestimmt, wurden in der Gaststätte „The Savoy” lautere Töne angeschlagen: Die Stolberger Kultformation „Apotheke” spielte dort zum „X-Mas Jam” auf, und setzte damit ihr begonnenes Revival fort.

Als die Musiker in diesem Jahr wieder zusammen fanden, waren es zunächst die Gründungsmitglieder der Band, die die „Apotheke” der 70er Jahre wieder aufleben ließen: Sänger und Gitarrist Roland Mroncz, Bert Wilden am Bass und Schlagzeuger Jürgen Jahnke präsentierten die Mischung aus Reggae, Funk und Soul.

Bei dem „X-Mas Jam” am Alter Markt wurden sie nun von Tom van de Boom (Sologitarre) verstärkt. „Außerdem haben wir den Peter Zeh noch irgendwo ausgegraben, und können so heute in einer Besetzung spielen, die zuletzt vor 32 Jahren auf der Bühne stand”, beschrieb Mroncz. Durch die zweite Gitarre und Zehs Keyboard und Saxofon erklang der authentische „Apothekensound” jetzt kompletter und begeisterte in seiner Dichte das Publikum im „The Savoy”.

Nach „Sensitive Kind” intonierte das Quintett Bob Marleys „Get up, stand up” - ohne Risiken, aber mit Nebenwirkungen, denn schon kam Bewegung in das Publikum und es wurde zum ersten Mal getanzt. In der Folge verabreichte die „Apotheke” noch so manche musikalische Medizin zur Freude der Tanzbeine am Alter Markt.

Mit Stücken wie „Concrete Jungle”, „No Woman no Cry”, „Exodus” und „Is this Love” huldigten die Musiker Bob Marley und seiner Band „The Wailers”. Mehr Reggae war zu hören, als „Apotheke” Songs von „Third World” wie „96 Degrees in the Shade”, „Prisoner in the Street” und „Brand new Beggar” leidenschaftlich zum Besten gab.

Eine große Portion unwiderstehlich energiegeladenen Funks sorgte für Abwechslung im Programm der Formation. Immer wieder griffen die Musiker zu verschiedenen Percussion-Instrumenten und entfachten mit Liedern wie James Browns „I feel good”, „Woman” von „Barabas” oder Johnny „Guitar” Watsons „Real Mother for you” wahre Rhythmusfeuerwerke.

Eingestreute getragenere Stücke wie „Purple Rain” und „This is a Mans World” variierten das Tempo, und auch Eigenkompositionen der „Apotheke” standen auf dem Beipackzettel des Konzerts. „Latino Casino”, „Woman” und „Good Feeling” wurde von einigen alten und sicherlich vielen neuen Weggefährten der Band ausgiebig gefeiert.

Die Mitglieder der „Apotheke” überzeugten während des langen Abends im „The Savoy” durch instrumentales Können, und ihre Spielfreude war ansteckend, so dass sich die gute Laune direkt von der Bühne aus in die Gaststätte übertrug. Und die Fans werden nicht erneut 32 Jahre warten müssen, um die Band in dieser Besetzung zu erleben: „Wir machen weiter und werden auch künftig in Stolberg zu hören sein”, versprach Mroncz.
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