Stolberg - Küssen belebt jede Beziehung, kann aber auch krank machen

Küssen belebt jede Beziehung, kann aber auch krank machen

Von: Ottmar Hansen und Doris Kinkel-Schlachter
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Seit 38 Jahren verheiratet: Sylvia und Fred Wotke. Das Paar kommt aus Berlin und hat bei seiner Durchreise einen „Kuss-Stopp“ in Stolberg eingelegt. Foto: D. Kinkel-Schlachter (1)/D. Müller (2)

Stolberg. Nichts ist aufregender als der erste Kuss. An unseren ersten Kuss erinnern wir uns alle. Und vor allem am Samstag könnte man an die elementare Erfahrung des Lebens einmal zurück denken: Dann ist schließlich der internationale „Tag des Kusses“.

Der Kuss gehört zum Gefühlsaustausch in nahezu allen Völkern und ethnischen Gruppen dazu. Und das in den verschiedensten Variationen. Nicht nur als Kuss zwischen Lebenspartnern. Der Bruderkuss zwischen Leonid Iljitsch Breschnew und Erich Honecker wird allen wohl auf ewig in Erinnerung bleiben. Aber ist das Küssen gesund oder eher gefährlich?

Was sagt denn eigentlich die „Kuss-Expertin“ dazu? „Super Sache“, betont Christa Thielen. Bei guter Mundhygiene spreche gar nichts gegen das Küssen, im Gegenteil, weiß die Hygienebeauftragte des Bethlehem-Gesundheitszentrums: „Küssen ist ja ein sehr schönes Gefühl.“ Ihre genaue Berufsbezeichnung lautet Fachkrankenschwester für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention. Und wenn dann im Krankenhaus Mundschutz getragen wird, hat das natürlich nichts mit Küssen zu tun. „Je nach Ansteckungsintenistät wird der Mundschutz vom Hygiene-Team neben anderen Schutzmaßnahmen vorgegeben. Damit werden Patienten wie Personal geschützt, zum Beispiel vor Tröpfcheninfektionen“, sagt Thielen.

Zurück zum Knutschen: Es gibt Infektionskrankheiten, bei denen man auf engeren Kontakt, also auch aufs Küssen, verzichten sollte, rät die Hygienebeauftragte. Dazu gehört zum Beispiel das Pfeiffersche Drüsenfieber. Die Hauptübertragung erfolgt von Mund zu Mund, deshalb ist das Pfeiffersche Drüsenfieber auch als „Kusskrankheit“ oder „Studentenkrankheit“ bekannt. Eine schöne Nachricht gib‘s natürlich auch zum „Tag des Kusses“: Küssen ist sehr wichtig in der Beziehung – besonders für Frauen. 94 Prozent der Frauen ist Küssen auch in einer langjährigen Partnerschaft wichtig. Noch elementarer: Kuscheln. Sex ist den meisten weniger wichtig. So das Ergebnis einer Umfrage der Partnervermittlung „ElitePartner“, in der rund 900 Singles befragt wurden, welche Formen des körperlichen Austauschs ihnen in einer Partnerschaft wichtig sind.

Besser ohne Lippenstift

Uneinig ist sich die Damenwelt übrigens darüber, wie sie zum Bart bei Männern stehen, wenn sie selbige küssen. 42 Prozent finden die Härchen eher störend, fast genauso viele finden Bart sexy. Nur ein Schnauzbart darf es dann doch nicht sein. Die Single-Männer wurden gefragt, was sie von Lippenstift bei Frauen halten. Heraus kam, dass es der Großteil natürlich mag: Knapp 70 Prozent küssen lieber Frauen ohne Lippenstift, nur knapp jeder dritte Mann steht auf rot geschminkte Lippen.

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