Kürbismarkt: Wetter ist schlecht, die Laune ist gut

Von: Heike Eisenmenger
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Selbst der Skulpturbrunnen auf dem Alten Markt in der Altstadt war ganz auf das Thema „Kürbismarkt” abgestimmt. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Aktionskünstler Markus ist von Menschen umringt: Jeder will einen Blick auf den Geist in der Flasche werfen. Tatsächlich: Wie mit Geisterhand ploppt der bunte Gegenstand vom Flaschenboden nach oben und wieder zurück.

„Damit spielten bereits die Kinder vor 400 Jahren”, erklärt der Kölner den Besuchern des Kürbismarktes in der Altstadt. Besonders viel Anklang finden auch seine selbst gefertigten Kaleidoskope aus Bronze, die eine schillernd-bunte Welt offenbaren.

Kunsthandwerk, Aktionskunst, Kinderspielzeug, Schmuck, Dekoartikel, Gemüse, Kürbissuppe, Pflaumenwein, Brote und, und, und: Der romantisch anmutende Kürbismarkt mit seinen liebevoll ausgesuchten Details hat einiges zu bieten.

Doch es gab nicht nur den Kürbismarkt am Wochenende: Am Sonntag fand parallel das Mundartfestival „Haste Tüün” in Kombination mit einem verkaufsoffenen Sonntag statt. Das ist eine Kombination, die in Stolberg gut ankommt. Auf vier Bühnen entlang des Steinwegs wurde musiziert. Ab Mittag hatten zudem die Geschäfte geöffnet, was selbst für diejenigen, die keine Freude an Livemusik haben, ein Argument war, vor die Tür zu gehen.

Schade nur, dass das Wetter nicht mitspielte. Obwohl man mit dem Sonntag noch zufrieden sein kann - zumindest im Vergleich zum Samstag mit seinen sintflutartigen Regenfällen. „Am Samstag sind hier wir quasi weggeschwemmt worden, dementsprechend wenig Besucher kamen”, berichtete Kürbismarkt-Mitorganisatorin Elfi Kuttler, die ihren Verkaufsstand am Treppenaufgang zur Burg aufgebaut hatte. Von dort aus hatte man einen wunderbaren Blick auf den kompletten Kürbismarkt.

Was den Kürbismarkt so beliebt macht, sind die kleinen Details. Der Brunnen auf dem Alten Markt ist mit Weinlaub und Kürbissen dekoriert, und es gibt allerlei Dinge und Krimskrams zu kaufen. Elfi Kuttler etwa verkauft selbst genähte Lavendel-Duftbeutel, Schmalzstullen und Weidenkörbchen. „Es ist überhaupt nicht wichtig, dass Gewinn gemacht wird. Das Leben ist schon hart genug, viele Menschen haben wenig Geld, darum biete ich meine Sachen sehr preiswert an”, erklärte Kuttler.

Nicht weit von ihrem Stand war auch eine kleine Traktoren-Austellung unter freiem Himmel zu bewundern. Besonders schön war der Nachbau eines knallrot lackierten Kirmes-Traktors mit vielen kleinen Glühlampen.

Die Besucher spazierten entlang des Steinwegs und der Bühnen zum Kürbismarkt, besuchten die Ateliers im Kupferhof und flanierten dann wieder in Richtung „Haste Tüün”. Treue Helfer des Mundartfestivals, das zum zehnten Mal von der Gemeinschafts-Initiative Oberstolberg in Zusammenarbeit mit dem Victor Kaufhaus organisiert wurde, waren die Karnevalsgesellschaften, die die Besucher mit Essen und Trinken versorgen. Und das ganz unabhängig davon, ob die Sonne schien oder es regnete.
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