Stolberg-Vicht - Künstler Stephan Siebers ziehen Gegensätze an

Künstler Stephan Siebers ziehen Gegensätze an

Von: ker
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Stellt seine Metallskulpturen im Spannungsfeld von Fremdem und Vertrautem im Kunsthof Vicht aus: Stephan Siebers. Foto: H. Recker

Stolberg-Vicht. „Introverted - Extroverted”, nach innen gewandt und nach außen strebend, vertraut und fremd zugleich, in diesem Spannungsverhältnis präsentieren sich 23 Metallskulpturen des Kölners Stephan Siebers, die im Europäischen Kunsthof Vicht zurzeit zu sehen sind, davon zwanzig im hinteren Raum der Galerie, die übrigen draußen im Garten.

Sie geben dem Besucher einen guten Überblick über die Entwicklung im Werk des Künstlers, beginnend mit kleinen Skulpturen und weiter über schlanke Stelen bis hin zu aufgeschnittenen reliefartig gestalteten Platten an den Galeriewänden. Stephan Siebers wählt als Material hauptsächlich Stahl, den er für einige Objekte brüniert, für andere durch Erhitzen dunkelt. Bei zwei Außenobjekten hat er „Corten-Stahl” verwendet, der eine konservierende Edelrostschicht bilden kann.

Aus diesem Metall bildet er einfache geometrische Körper, kombiniert sie, schneidet sie auf, drückt und biegt Seitenflächen nach außen, kehrt andere wieder nach innen, lässt Kugeln herauswachsen, fügt innen rechteckig ausgesparte Stahlbänderbündel mit dem scheinbar herausgeschnittenen Streifen zu schlanken Stelen zusammen. Die so gestalteten Skulpturen überzeugen in ihrer einfachen geometrischen Formensprache durch immanente Spannung und Balance des Gegensätzlichen.

Das wurde auch auf der Vernissage deutlich. Die Bonner Kunsthistorikerin Julia Maria Krings lenkte den Blick auf den für Siebers essentiellen Gegensatz zwischen Fremd und Vertraut.

Der Künstlers ist ausgebildeter Schreiner, sein Architekturstudium befähigte ihn einerseits, wesentliche Regeln und Richtlinien einzuhalten, stärkte andererseits aber seine Kreativität sowie das nötige Gefühl für Proportionen und Raumtiefe. Gleiches galt für sein fünfjähriges Arbeiten als Möbeldesigner.

Die Vernissage wurde zu einer Musik-Session ausgeweitet, als die „Walldorf Jazz Connection”, eine Band mit erfrischendem Sound und Drive, dort aufspielte.

Die Ausstellung dauert noch bis Sonntag, 19. Juli, und ist geöffnet jeweils freitags, samstags und sonntags von 12 bis 18 Uhr.
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