Künstler Kurt Abel will mitmischen in der Gesellschaft

Von: hal
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Interessante Kunstobjekte stellt Kurt Abel im Zweifaller Karmel „Maria Regina“ aus. Foto: G. Halili

Stolberg-Zweifall. „Kunst soll Ansporn sein, sich mit der Realität auseinanderzusetzen.“ So jedenfalls sieht es der aus Aachen stammende Künstler Kurt Abel. Zurzeit ist eine außergewöhnliche Kunstausstellung von ihm im Karmeliten-Kloster in Zweifall zu besichtigen.

Für den Kunstlaien sehen die ausgestellten, meist rötlich-weiß geformten Skulpturen erst einmal eher merkwürdig aus. Ein Gespräch mit dem Künstler bei der Vernissage sorgt für Aufklärung. Wenngleich es mit einer Frage des Angesprochenen beginnt.

„Verstehen wir erst durch Kunst unsere Welt?“, stellt Kurt Abel in den Raum. Und liefert gleich danach die Antwort: „Ja.“ Mit dieser Aussage trifft der Künstler den Kern seines Schaffens. Denn Abel möchte mit seinen Bildern, Modellen und Skulpturen die Besucher sensibilisieren, aufmerksam machen auf unsere Welt und unsere Gesellschaft. Wie sein großes Vorbild, der Aktionskünstler Joseph Beuys, fordert Abel kreatives Mitgestalten von Politik und Gesellschaft ein.

So sind beispielsweise seine in Zweifall ausgestellten Kunstobjekte aus Plastik-Abfallprodukten entstanden. Abel hat unter anderem Plastikflaschen und rote Plastikhülsen von Grabkerzen verwendet. Alles das, was durch den täglichen Konsum an Abfall produziert wird, hat für den Künstler einen gewissen „Wert“.

Aktuell widmet er sich in seinem Schaffen der Nachhaltigkeit und dem Thema Wasser. „Das liegt mir ganz besonders am Herzen.“ Dank des künstlerischen Umgangs mit der Ressource Wasser ist der Künstler in Peking als ein Medienstar gefeiert worden.

„Für mich ist es immer ein großer Ansporn, meine Gedanken künstlerisch darzustellen.“ In diesem Sinne hielt er kreativ fest, wie wertvoll für China und die dort lebenden Menschen Wasser ist.

Stellt man Kurt Abel die Frage, wie er auf die Idee gekommen ist, rote Plastikgrabhülsen bei seinen künstlerischen Darbietungen zu verwenden, so verweist er auf das aktuelle Thema Syrien und den Krieg im Allgemeinen. Seine Gedanken seien bei den Toten aller Kriege, mit all ihren Leiden.

Daher sei ihm der Gedanke gekommen, die Hülsen der Grabkerzen zu verwenden. Einige seiner Skulpturen zeigen bei näherer Betrachtung beispielsweise geschädigte Hände oder Füße.

Kurt Abel hat mittlerweile eine lange Liste seiner internationalen Referenzen. So war er beispielsweise 2007 Kulturpräsentant der Stadt Aachen und stellte in der Partnerstadt Ningbo im Pavillion Libery Palacemuseum seine Kunst aus. Als Ehrengast war er im Jahr 2008 auf der Automobilmesse des Automobilverbandes VDA und stellte dort seine Umweltprojekte aus.

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