Stolberg - Kündigung: Burggastronomie-Pächterin verabschiedet sich noch 2018

Kündigung: Burggastronomie-Pächterin verabschiedet sich noch 2018

Von: jül-/se
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Monika Lück
Hat ihren Pachtvertrag nun gekündigt: Monika Lück, Pächterin der Burggastronomie. Foto: J. Lange

Stolberg. Es ist aus und vorbei zwischen Monika Lück und der Stolberger Stadtverwaltung. Zumindest was das Pachtverhältnis der Burggastronomie angeht. Dieses hat Lück nämlich gekündigt. Ihr Vertrag läuft somit Ende dieses Jahres aus. Das bestätigen die Gastronomin und die Verwaltung.

Bereits in den vergangenen Tagen kursierte die Nachricht von der Kündigung in den Sozialen Netzwerken. Auf Nachfrage bestätigte Lück das vermeintliche Gerücht. Am Freitag befand sie sich auf Reisen. In der kommenden Woche möchte sie Gründe für ihre Entscheidung nennen.

Im Jahr 2011 übernahm Lück die Burggastronomie. Ihre Vorgängerin war Bettina Austinat. Sie kündigte damals allerdings vorzeitig den Pachtvertrag für die Burggastronomie, um die Insolvenz zu vermeiden. Sie startete am 1. April 2007 in der Kupferstadt. Zuvor hatte Gamal „Giovanni“ Attia sich als Pächter ausprobiert. Er war der erste Pächter, nachdem die Stadt die Burg für fast eine Million Euro gastronomietauglich ausgebaut und saniert hatte.

Zuvor scheiterte eine gastronomische Nutzung der Burg an der Interpretation ihrer Stiftung durch Moritz Krauss an die Bevölkerung. In Form einer Außengastronomie durch den „Burgkeller“-Betreiber Marko Markovic gelang 2003 der Einstieg in eine Bewirtschaftung.

Der Pächter war im Folgejahr insolvent. Der „Kiste“-Wirt Guido Bodewig übernahm 2004. 2005 stellte sich Reiner Thomas der Aufgabe; er blieb acht Monate bis zum Jahresende. Monika Lück ist in der Gastronomie keine Unbekannte. Sie betreibt nicht nur den Kupferhof Rosental, sondern auch das City-Hotel am Kaiserplatz, das sie um ein Bistro-Restaurant im Nachbarhaus erweiterte.

„Wir nehmen das mit Bedauern zur Kenntnis. Schließlich hat Frau Lück viel für die Wiederbelebung der Burg getan“, sagt Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier auf Nachfrage. Auf das Ratssitzung im Mai soll das Thema auf der Tagesordnung stehen. Dann soll die Gastronomie ausgeschrieben und zum 1. Januar 2019 neu besetzt werden. Voraussichtlich im September soll der Rat entscheiden, wer den Zuschlag bekommt. Grüttemeier blickt optimistisch in die Zukunft. „Wir sind zuversichtlich, einen neuen Pächter zu finden“, sagt er.

 

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