Krewinkel bezahlen keine Pflanzkübel

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Da haben sich die Krewinkler doch ein wenig verwundert die Augen gerieben, als sie in unserer Zeitung lasen, sie hätten sich angeboten, die Pflanzkübel für die geplante Verkehrssicherung auf ihrer Straße im Dorf zu bezahlen.

Da muss bei der Ortsbegehung mit der Verwaltung wohl was falsch rüber gekommen sein, denn „wir haben niemals einer Beschaffung der Kübel durch die Krewinkler zugestimmt”, erklären Barbara Daum und Jürgen Scheepers vor dem entscheidenden Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr, der am Donnerstag tagt. Höchstens fünf Prozent der Einwohner wären bei dem Ortstermin anwesend gewesen. „Wie soll diese kleine Menge eine solche Zusage machen”, ärgern sich die Sprecher nicht nur über diesen Punkt der Vorlage.

Denn vorgeschlagen hätten die Krewinkler anstelle „dieser häßlichen Blumenkübel” mit Gras bewachsene Gabionen, so wie sie an der Oppenhoffallee in Aachen eine Zier darstellten. „Diese würden sich besser in das örtliche Stadtbild einpasssen und wären einfacher zu pflegen”, so die Sprecher. Wenn die Stadt die Drahtkörbe und ein ausreichend großes Stück Rollrasen stellen würde, „dann würden wir die Körbe mit Erde befüllen”, sagen Daum und Scheepers zu. „Uns aber genau das bereitzustellen (Befüllung und Erstbepflanzung), was wir machen wollten, und uns das abzuverlangen, was die Stadt machen sollte, ist eine Frechheit.”

Außerdem wären wie von der Verwaltung vorgeschlagen zwei Standorte für eine derartige „Raser-Bremse” nicht ausreichend. Eingeplant sind zwei Kübel in Höhe von Haus-Nr. 83. „Das bedeutet, dass bis zur Kapelle nichts mehr kommt”, erläutert Daum. Das wiederum bedeutet, dass genau dort, wo 55 Prozent aller Geschwindigkeitsübertretungen gemessen wurden, keine Maßnahmen vorgesehen seien.

Diese Befürchtung teilen die Krewinkler auch für die gefährlichste Stelle im Dorf, dem Engpass vor Haus-Nr. 24. Denn eine sinnvolle Schwelle gäbe es nur, wenn Geld da sei - also nicht. Die alternativ angebotene Bake werde dagegen keine Wirkung zeigen, weil auch das dort in Eigeninitiative geparkte Bobycar die Autofahrer nicht beeindrucke. „Ohne wirkungsvollen Eingriff im Bereich der Engstelle ist die Hälfte der Beruhigungsmaßnahme nicht erreicht”, so Scheepers.

Außerdem vermissen die Sprecher der Anwohner die bei der Ortsbegehung im Frühjahr vereinbarte optische Gehwegbegrenzung durch eine Linie im Vorschlag der Verwaltung, in dem auch die Baken oder Ketten vor dem Kapellchen gar nicht mehr erwähnt werden. „Sollte die vertrichene Zeit getroffene und angeblich gemachte Vereinbarungen vergessen lassen?” fragen die Krewinkler.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert