Kreuzung Werth: Stadt will das Tempo drosseln

Von: slg
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Dort, wo die Landesstraße 11 an Stolberg-Werth vorbeiführt, liegt die Bushaltestelle „Werth Kreuzung“. Hier als Fußgänger über die Straße zu gelangen ist nicht immer ganz einfach. Foto: S.-L. Gombert

Stolberg-Werth. Mit 70 Stundenkilometern rauschen Autos und Lastwagen auf der L11 zwischen Eschweiler-Hasterath und Gressenich entlang – vorbei an der Ortseinfahrt nach Werth und an den beiden Bushäuschen der Haltestelle „Werth Kreuzung“.

Wer hier zu Fuß über die Straße muss, weil er zur Haltestelle will, nimmt zum Teil lange Wartezeiten in Kauf. Die Autos fahren zügig, und es sind nicht wenige. Nun will die Stadtverwaltung die Situation für Fußgänger verbessern: Eine Querungshilfe soll her. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt wird sich am kommenden Mittwoch mit dem Thema beschäftigen.

Die Ratsfraktion der SPD Stolberg hatte bereits im Februar 2014 einen Antrag eingereicht, um den Knotenpunkt Römerstraße/Schillerstraße/Scherpenseeler Straße am Werther Ortseingang zu entschärfen. Die Sozialdemokraten schlugen damals vor, dort Tempo 50 einzuführen und eine Querungshilfe zu bauen, damit die Bushaltestelle leichter erreicht werden kann.

Nachdem der Hauptausschuss den Antrag der SPD an die Stadtverwaltung verwiesen hat, gibt es nun konkrete Planungen. Diese, sollen, so heißt es in der Vorlage zur Ausschusssitzung am Mittwoch, einerseits den Bedürfnissen der Nutzer der Bushaltestellen gerecht werden, andererseits den Anforderungen des Landesbetriebs Straßen NRW genügen. Da es sich um eine Landesstraße handelt, ist diese Behörde für die L 11 zuständig. Und das ist geplant: Zum einen will die Stadt Stolberg die beiden Haltestellen erneuern. Es soll einen Formbordstein von 16 Zentimetern Höhe geben, der das Einsteigen erleichtert. Außerdem plant die Stadtverwaltung den Einbau sogenannter taktiler Elemente. Das sind strukturierte Bodenteile, die beispielsweise für Blinde mit dem Blindenstock ertastbar sind.

Zwischen den beiden Haltestellen soll eine Querungshilfe, also Verkehrsinsel, gebaut werden. Diese soll nach den Plänen der Verwaltung zum einen das Geschwindigkeitsniveau rund um die Kreuzung senken. Denn mit einer Herabsetzung des Tempolimits auf maximal 50 Stundenkilometer sei nicht zu rechnen, heißt es in der Vorlage. Die Richtlinien des Landesbetriebs schreiben auf freier Strecke außerhalb von Ortschaften 70 Stundenkilometer vor. Zudem liegt an der Stelle kein Unfallschwerpunkt vor. Zweiter Effekt der Verkehrsinsel: Die Nutzer der Haltestellen kommen einfacher über die Straße. Auch hier will die Stadt, wie an den Haltepunkten selbst, für Barrierefreiheit sorgen: Es gibt taktile Elemente für Sehbehinderte und eine Nullabsenkung für Rollstuhlfahrer.

Die Finanzierung des Projekts, das insgesamt rund 250.000 Euro kosten soll, teilen sich die Stadt Stolberg und der Landesbetrieb Straßen NRW nach jetzigem Stand folgendermaßen auf: Der Landesbetrieb kommt für die gesamten Bau- und Grunderwerbskosten auf. Stolberg ist für die Ausstattung der Bushaltestellen und eventuelle Beleuchtung zuständig. Nach Kalkulation der Stadtverwaltung zahlt Stolberg für die Neugestaltung des Kreuzungsbereichs 45.000 Euro, muss aber für die gesamte Bausumme in Vorleistung treten. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau begonnen werden.

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