Stolberg - Kreuzung „Vier Wege“ soll sicherer werden

Kreuzung „Vier Wege“ soll sicherer werden

Von: -jül-
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Wenn sich an der Kreuzung „Vier Wege“ ein Unfall ereignet, ist er zumeist ein schwerwiegender. Dennoch gilt die Kreuzung nicht als Unfallhäufungspunkt. Foto: Jürgen Lange

Stolberg. Was lange währt, wird irgendwann einmal gut. Zumindest scheint die unendliche Geschichte der gefährlichen Kreuzung „Vier Wege“ in diesem Jahr endlich angepackt zu werden. Jedenfalls beauftragt hat der Vergabeausschuss am Donnerstag die Planungsleistungen für die Umgestaltung der Bushaltestellen an der Kreuzung der Landesstraße 11 mit der Schiller- und Scherpenseeler Straße.

Mit den Maßnahmen hoffen Stadt und Landesbetrieb Straßenbau, das Geschwindigkeitsniveau auf der Römer- bzw. Gressenicher Straße so reduzieren zu können, dass die Kreuzung ein Stück sicherer wird.

Ereignet sich dort ein Unfall, ist er zumeist ein schwerwiegender. Aber die Kreuzung gilt nicht als Unfallhäufungspunkt. Und damit ist die Bereitschaft des Landesbetriebes als Straßenbaulastträger einschneidende Maßnahmen zu veranlassen eingeschränkt. Er verweist auf seine Vorschriften und lehnt eine Geschwindigkeitsbeschränkung ab: Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt auf Landstraßen mindestens 70 km/h.

Nach diversen Ortsterminen, Vorstößen und Anträgen kommt seit drei Jahren ganz langsam ein wenig Bewegung in die Sache mit Ortsterminen von Stefan Kämmerling (MdL) und dem SPD-Ortsverein sowie Axel Wirtz (MdL) und dem CDU-Ortsverband. Vorgesehen ist nun, die beiden Haltebuchten in Kaps inklusive Wartehäuschen und taktilen Elementen umzugestalten, damit der Bus auf der Fahrbahn halten muss. Zudem wird eine ebenfalls barrierefreie Querungshilfe eingebaut, so dass bei haltenden Bussen zwar Autos, aber Lastwagen nicht mehr passieren können.

Gehwege müssen neu gepflastert, die Fahrspuren der Landstraße werden leicht verschwenkt werden. Zudem soll die komplette Kreuzung vollständig ausgeleuchtet werden. Rund 250.000 Euro kostet die Maßnahme inklusive Grunderwerb; etwa 45 000 Euro davon trägt die Stadt, die für die Gesamtkosten für den Landesbetrieb in Vorleistung gehen muss. So sieht es die Vereinbarung zwischen den beiden Behörden vor.

Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr anlaufen. „Lange haben die Werther auf diese Verbesserung gewartet“, erklärte der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz, der langfristig die „Königslösung“ anstrebt.

Die CDU hatte im Mai 2014 noch gefordert, einen Antrag auf Umgestaltung in einen Kreisverkehr beim Land einzureichen: „Nach den üblichen Zeitabläufen werden erwartungsgemäß bis zu einer Realisierung dieses Vorhabens noch etliche Jahre ins Land ziehen“, so Wirtz. Aber letztlich haben die Christdemokraten von diesem Vorstoß abgesehen, erklärte Ratsherr Marc Delzepich.

Die Verwaltung habe versichern können, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle aus topographischen Gründen kaum oder zumindest nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand zu realisieren sei. Deshalb habe man von dem Vorstoß, einen Kreisverkehr auf lange Sicht durchsetzen zu wollen, zugunsten der jetzt erzielten Lösung erst einmal Abstand genommen. „Wir freuen uns, dass jetzt endlich etwas geschieht“, erklärte Rita Felden. „Wir Werther haben lange darauf warten müssen.“

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