Kreisjägerschaften bieten Kurse zur Hundeausbildung an

Von: Bernd Roggenkamp
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Stolberg. Jeder Jäger weiß: „Jagd ohne Hund ist Schund“ – dieser alte Leitspruch gilt noch heute, denn Hunde sind den Menschen, vor allem in der Nasenleistung, weit überlegen.

Bis aus einem jungen, noch unerfahrenen Hund ein Meister seines Faches wird, ist es ein weiter Weg. Jagdhunde müssen, bevor sie jagdlich zum Einsatz kommen, genauso wie Blinden-, Polizei- oder Rettungshunde, in langer und intensiver Ausbildung auf die kommenden Aufgaben vorbereitet werden.

Die zu überwindenden Hürden sind Teil eines umfangreichen Prüfungssystems, um das nötige, hohe Leistungsniveau zu halten. Vergleichbar mit den unterschiedlich ausgebildeten Hunden bei der Polizei (Drogenspürhund, Handyspürhund etc.) gibt es auch für die verschiedenen jagdlichen Fächer Spezialisten.

Die Einsatzgebiete sind so vielfältig wie die Jagd selbst, wenig verwunderlich also, dass allein in Deutschland über 40 Hunderassen ihrer Eignung entsprechend im Einsatz sind. Bei Unfällen mit Wild oder bei der Arbeit nach dem Schuss kommen Schweißhunde zum Einsatz. Diese können, ohne für die Menschen sichtbare Spuren, anhand von Bodenverletzungen und Duftstoffen das verletzte Tier finden.

Münsterländer & Co.

Anders verhält es sich, wenn ein Jäger eine Wiese vor dem Mähen nach Kitzen oder Gelegen von Bodenbrütern absucht. Hier finden Vorstehhunde wie Deutsch Drahthaar, Münsterländer und Weimaraner Verwendung. Daran wird bereits deutlich, wie groß die Vielfalt der Einsatzgebiete von Jagdhunden ist.

Die Kreisjägerschaften bieten für die jagdliche Ausbildung der Hunde entsprechende Kurse an, um die Hundeführer bei der Ausbildung zu unterstützen. Ziel der Kurse ist nicht nur eine ideale Vorbereitung auf die aktuell stattfindenden und kommenden Prüfungen, sondern insbesondere einen im täglichen Jagdeinsatz brauchbaren Hund hervorzubringen.

Auch das Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen besagt, dass brauchbare Hunde für viele Jagdarten eingesetzt werden. Um erfolgreich zu sein, müssen Führer und Hund ein Gespann bilden, das heißt, sie müssen optimal aufeinander eingespielt sein und sich gegenseitig bestens verstehen.

Auch nicht jagende Hundebesitzer können von dem breiten Wissensspektrum der Jäger profitieren. Viele Kreisjägerschaften bieten die Ausbildung von Familien- und Begleithunden an. Dazu gehört weit mehr als „Sitz“ und „Platz“. Weitere Informationen zu diesen Kursen bieten die jeweiligen Geschäftsstellen der Kreisjägerschaften an. Infos im Internet: www.ljv-nrw.de/kjs-aachen.

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