Kreis-Vorlesewettbewerb: Anna-Lena ist die buchstäblich Beste

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Zeigt sich von ihrer besten Seite: Anna-Lena Weber vom Ritzefeld-Gymnasium hat den Vorlesewettbewerb der Gymnasien, Gesamt- und Realschulen im Kreis Aachen gewonnen.

Stolberg. Sie hat aus einem Jugendbuch vorgelesen. Aber Anna-Lena Weber hat nicht einfach nur vorgelesen. Die Schülerin der 6. Klasse des Städtischen Gymnasiums Ritzefeldstraße hat sicher und flüssig gelesen. Sie hat den Text verstanden, und sie hat mitreißend gelesen.

Das war das Urteil der Jury. Jetzt ist Anna-Lena die Siegerin der Real- und Gesamtschulen sowie der Gymnasien des Vorlesewettbewerbs des Kreises. Souverän setzte sie sich durch, muss nun im Frühjahr zum Bezirksentscheid.

Hunderttausende lesebegeisterte Schüler der 6. Klassen haben sich auch in diesem Schuljahr wieder am größten bundesweiten Lesewettstreit beteiligt. Rund 7500 Schulen haben im vergangenen Herbst ihre besten Vorleser gekürt, die im Kreis Aachen nun mit der Schülerin Anna-Lena eine Siegerin hat.

Gelesen hat sie aus Charles Lewinskys „Einmal Erde und zurück”, einem Buch voller frecher, lustiger und kluger Überraschungen. In „Einmal Erde und zurück” kommt ein altes Kind von einem fremden Planeten, wo die Menschen als Erwachsene geboren werden und dann ganz langsam zu Kindern und damit zu vernünftigen Wesen heranreifen.

Bei seinem Besuch auf der Erde stellt das alte Kind alles auf den Kopf. Es verwirrt den Stadtrat, der mitten durch den Park eine Schnellstraße plant, es befreit die Tiere im Zoo, die nichts verbrochen haben und deswegen zu Unrecht hinter Gittern sitzen. Und so ganz nebenbei muss der Erwachsene, bei dem es einzieht, einiges dazulernen - manchmal unfreiwillig, aber immer mit reichlich Grund zum Lachen.

„Das Spektrum der ausgewählten Literatur wurde von humorig bis problembehaftet gespannt. Alle Vorleser haben ihr Talent bewiesen”, urteilte Günther Sonnen, Direktor des Couven-Gymnasiums, der den Lesewettbewerb als äußerst wichtig erachtet. „Lesekultur fördert die Sensibilität und das soziale Bewusstsein. Lesen hilft, sich nicht-vorhandene Welten vorzustellen. Diese Kompetenz hilft bei Problemlösungen, denn so kann man kreativ sein”, sagte Sonnen.

Der traditionsreiche Vorlesewettbewerb wird seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels organisiert und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. „Öffentliche Aufmerksamkeit für das Buch zu erregen, Leselust zu wecken und die Lesekompetenz von Kindern zu stärken, sind ein zentrales Anliegen des Verbandes”, erklärte Ingrid Voigt, Mitarbeiterin der Mayerschen Buchhandlung, in der der Vorlesewettbewerb stattfand. Sie überreichte den Teilnehmern Bücher und Gutscheine. In der Gruppe der Hauptschüler gewann Emre Özden, der aus den Abenteuern des Odysseus gelesen hatte.
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