Kostenloser Weckmann für jedes Kind im Martinszug

Von: dim
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50 Jahre St. Martin in Breinig. Da ist selbstverständlich das ganze Dorf auf den Beinen. Foto: D. Müller

Stolberg-Breinig. Mit dem großen St.-Martins-Zug feierte die Brei­niger Dorfgemeinschaft zugleich ein Jubiläum: Vor 50 Jahren initiierte Albert Meyer, der damalige Hausmeister der Grundschule in Breinig, federführend den ersten Martinszug im Stadtteil. Mit vielen Unterstützern machte er sich zum Ziel, nicht nur den Fackelzug zu Ehren des Heiligen St. Martin zu organisieren, sondern auch, dass jedem teilnehmenden Kind ein kostenloser Weckmann überreicht wird.

Dies sollte so lange aufrechterhalten werden, wie die Dorfgemeinschaft die Weckmänner durch eine freiwillige Straßensammlung in Breinig finanzieren könnte – was bis heute der Fall ist. Während der erste Martinszug für Aufsehen sorgte, da der Zirkus Althoff, der sein Winterquartier in Breinig aufgeschlagen hatte, 16 Pferde zur Verfügung stellte, so dass St. Martin von 15 reitenden Beduinen begleitet wurde, begnügte sich der 50. Umzug mit einem Ross.

Mit den Trommler- und Pfeiferkorps aus Breinig und aus Zweifall, den Trompetenbläsern Donnerberg und den Gressenicher Blasmusikanten beeindruckte der Fackel- und Laternenzug allerdings durch seine Musikalität ebenso wie durch die hohe Teilnehmerzahl.

Der Stellenwert des Ereignisses für die Dorfgemeinschaft zeigte sich auch an den Häusern entlang der Strecke des Umzugs, die mit zahlreichen Laternen, Kerzen, Fackeln und elektrischen Leuchten Teile von Breinig illuminierten.

Im Anschluss an den Zug wurden in der Grundschule und der Mehrzweckhalle an alle Kinder Weckmänner ausgegeben, wobei die Kleinsten im mit vielen Kerzen geschmückten Foyer der Schule mit dem St. Martin auf Tuchfühlung gehen konnten.

Eine Besonderheit des Breiniger St.-Martins-Zugs ist auch, dass nach wie vor nicht nur an die Kinder gedacht wird: Traditionell bekommen alle Bewohner, die im Alter von über 80 Jahren sind, bereits am Morgen des 11. November einen Weckmann nach Hause gebracht. Rund 220 Menschen wurden im Jubiläumsjahr so schon vor dem Martinszug mit dem leckeren Gebäck bedacht.

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