Kosakenchor begeistert mit Kirchen- und Volksmusik

Von: Toni Dörflinger
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Formvollendete Musik: In der Finkenbergkirche begeisterten die Maxim Kowalew Don Kosaken das Publikum mit meisterlich dargebotener russischer Kirchen- und Volksmusik. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Sie sind Garanten für ein formvollendetes Klangbild und bieten Chormusik, die von kraftvollen Bässen, flexiblen Baritonen und sauber intonierten Tenören gekennzeichnet ist: die Kosakenchöre.

Dass dabei Freude, Dynamik und der Anspruch, „singend zu beten”, nicht zu kurz kommen, stellten eindrucksvoll die „Maxim Kowalew Don Kosaken” unter Beweis, die derzeit auf Deutschlandtournee sind und in diesem Rahmen auch in der evangelischen Finkenbergkirche auftraten.

Anknüpfend an die Tradition der Kosakenchöre - als Begründer gilt der weltberühmte Don Kosaken Chor Serge Jaroff, der von 1921 bis 1981 aktiv war - wurden liturgische Gesänge und Lieder geboten, die der russisch-orthodoxen Kirchen- und Volksmusik entstammen.

Gekennzeichnet war die Darbietung von dem steten Wechsel zwischen Chorgesang und Soloauftritten. So traten je nach Gegebenheit der Stücke die Solisten der siebenköpfigen, ganz in Schwarz gekleideten Gruppe - präsentiert wurde die traditionelle Kosakenuniform aus Reiterhosen, Stiefeln, Blusen und Leibgurten - nach vorne und begeisterten die zahlreich erschienen Besucher mit ihren eindrucksvollen Stimmen.

Dabei wurde mal leise und getragen, mal kraftvoll und dynamisch gesungen. Ein Mikrofon oder eine Verstärkeranlage wurde dabei nicht genutzt. Auch ohne technische Hilfsmittel verstanden es die sieben Sänger, ihre Stimmen so einzusetzen, dass sie überall im Kirchenraum gut zu hören waren.

Begonnen hatte das in zwei Teile gegliederte Programm mit der „Cherubim-Hymne” von Dmytro Bortnianski. Höhepunkt des ersten Teils war das Bortnianski-Lied „Ich bete an die Macht der Liebe”. Dieser Song wurde von den „Maxim Kowalew Don Kosaken” so eindrucksvoll in Szene gesetzt, dass sich einige Zuhörer die Tränen aus den Augen wischen mussten. Tosender Beifall war anschließend der Lohn für diesen fantastisch dargebotenen Titel. Dem in nichts nachstehend wurden die Ballade von den zwölf zum Christentum bekehrten Räubern oder das Stück „Abendglocken” intoniert.

Der zweite Teil stand dann ganz im Zeichen der russischen Volksmusik. Um die Leichtigkeit und Fröhlichkeit dieser Lieder zu unterstreichen, kam diesmal das „Bajan” genannte Akkordeon verstärkt zum Einsatz. Dominiert wurde der zweite Teil von Stücken wie „Lied der Kosaken vom Don”, „Die Wolgaschlepper”, „Katjuscha” und „Ging ein Kosak über die Donau”. Den Höhepunkt bildetet die Darbietung von „Eintönig tönt das Glöckchen”. Ähnlich wie bei den „Abendglocken” wurde auch hier jeder einzelne Glockenton geradezu zelebriert.

So war es nur verständlich, dass nach Ende der anderthalbstündigen Darbietung der Beifall keine Grenzen kannte. Die Musiker bedankten sich ihrerseits mit der Zugabe „Kalinka”, bei der die Besucher kräftig und beschwingt mitklatschten.
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