Konzertzyklus auf dem Finkenberg: Publikum bestimmt Programm mit

Von: Alice Klieser
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Gunther Antensteiner gestaltete das Konzert, das den Auftakt des diesjährigen Konzertzyklus in der Finkenbergkirche markierte. Foto: A. Klieser

Stolberg. Zahlreiche Zuhörer genossen beim Auftakt des diesjährigen Konzertzyklus auf dem Finkenberg stimmungsvolle Orgelmusik, gespielt von Gunther Antensteiner. Das Konzert in der Finkenbergkirche eröffnete nicht nur feierlich den Konzertzyklus, sondern sollte auch die begonnene Fastenzeit anerkennen.

Antensteiner, der 1973 in Hagen geboren wurde und sich seit seinem Studium der evangelischen Kirchenmusik besonders mit der Orgelmusik beschäftigt, spielte Interpretationen von Johann Sebastian Bach, Alexander Guilmant, Johannes Brahms und Louis Vierne. Er eröffnete das Konzert mit Bachs feierlichem „Praeludium et Fuga in D-Dur“, das sowohl klare als auch kräftige Klänge in die Kirche brachte.

Mit einem ebenso feierlichen Stück endete das Konzert: „Carillon de Westminster“ von Louis Verne. Auf verspielte Weise ahmt der Komponist darin das Glockenspiel der Westminster-Kirche nach. Dazwischen gab es Interpretationen von Stücken wie der „Troisième sonate pour le grand orgue“ (Guilmant) und „Herzliebster Jesu“ (Brahms), die eine große Weite der Gefühle durchliefen. So klang ein Stück dunkel und mächtig, das nächste plätscherte mit hellen Tönen dahin, und ein anderes verband energische und liebliche Töne.

Die Stücke stammen aus den Epochen der Wiener Klassik, der Romantik und des Barock und wurden von Gunther Antensteiner spiegelsymmetrisch angeordnet. Mit Johann Sebastian Bach begann das Konzert im Barock, vollzog in der Mitte mit der Sonate von Guilmant, die barocke und romantische Elemente in sich vereint, eine Wende und endete mit einem Werk der Romantik.

Als Abschluss des Konzertes gab Antensteiner eine stimmungsvolle Improvisation zum Besten, die aus Liedvorschlägen des Publikums bestand. Die Besucher schlugen eifrig Lieder vor, und so entstand eine Mischung aus den Stücken „New York“ von Frank Sinatra und „Freu dich sehr, oh meine Seele“.

Nach einer Überleitung mit „We are the Champions“ folgte eine Mischung aus dem Pop-Hit „Safe and Sound“ und „Befiehl du deine Wege“. So hörten die Gäste an diesem Nachmittag bekannte Lieder in einem ganz neuen, ungewohnten Klang und einer interessanten Mischung.

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