Konzert in St. Hubertus: Beeindruckend wie im Salzburger Dom

Von: mlo
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Die Kirchenchöre Mausbach und Büsbach sowie die Musikalische Gesellschaft Breinig und ein Solistenquartett unter der Gesamtleitung von Franz Körfer konnten beim Abschlusskonzert zum Jubiläumsjahr „150 Jahre Katholische Pfarrgemeinde St. Hubertus“ vollends überzeugen. Foto: Otten

Stolberg-Büsbach. 1864 wurde im Stolberger Ortsteil Büsbach die Pfarrkirche St. Hubertus vom damaligen Weihbischof Dr. Baudri konsekriert. „Seit dieser Zeit finden hier täglich Messfeiern statt und dies immer mit Gesang und Musik, ohne die keine Liturgie denkbar wäre“, so Pfarrer Jürgen Urth bei seiner Begrüßung zum weihnachtlichen Konzert, das als Abschlusskonzert des Jubiläumsjahres stattfand.

Wolfgang Amadeus Mozarts Orgelsolomesse KV 259 und das Te Deum standen im Mittelpunkt der musikalischen Darbietungen. Leiter Franz Körfer beeindruckte einmal mehr durch seine interpretatorischen und gestalterischen Fähigkeiten, mit denen er Chor und Orchester leitete. Sowohl die Chorgemeinschaft, bestehend aus den Kirchenchören Mausbach und Büsbach, als auch die Musikalische Gesellschaft Breinig (Einstudierung: Dieter Beißel) überzeugten mit professioneller Klangqualität, wobei das Orchester den Werken ein sicher tragendes Fundament verlieh.

Allein die Tatsache, dass ein heimischer Kirchenchor ein solch ehrgeiziges Projekt durchzuführen imstande ist, zeugt von dem künstlerischen Anspruch und dem Leistungswillen von Chor und Chorleiter, bei denen die Liebe zur Musik und die Freude am gemeinsamen Musizieren im Vordergrund stehen.

Mit dem festlichen Klang von Trompeten (Heinz Hilgers, Didier Dhont) und Pauke (Thomas Ritzerfeld) beginnt der feierliche Charakter der Orgelsolomesse, der kürzesten Messe Mozarts. Neben Chor und Orchester wirkte in dieser Messe ein professionelles Solistenquartett mit. Dr. Verena Fritz (Sopran), Dr. Marion Esser (Alt), Walter Drees (Tenor) und Josef Otten (Bass) traten stets im Ensemble auf, bestachen aber besonders im „Benedictus“, das als Besonderheit ein dem Chorsatz untergelegtes Orgelsolo beinhaltet, das Günter Jansen brillant interpretierte.

Das Te Deum vom gleichen Komponisten ist ein feierlicher ambrosischer Lobgesang der christlichen Kirche und vereinigt die himmlischen Heerscharen zum himmlischen Lobgesang. Das Werk des 13-jährigen Wolfgang Amadeus Mozart wurde für den Salzburger Dom geschrieben und erklang dort bei festlichen Anlässen. Strahlend und kraftvoll interpretierten es auch die Kirchenchöre und das Orchester in der Büsbacher Pfarrkirche.

Zwischen den Mozart-Blöcken machte Gabriel Fauré, französischer Kirchenmusiker, seine Aufwartung. In dem kurzen und schlichten Werk „Cantique de Jean Racine“ entfaltete der Chor einen klaren, aber weichen Klang. Die Höhen kamen leicht, der Klang war ausgewogen und keine Einzelstimme stach hervor. Gemeinsam mit dem Orchester zauberten sie eine innige Stimmung. Diese setzte sich in zwei Chorsätzen von Heinz-Peter Geulen fort. Die Lieder „Freu dich Erd- und Sternenzelt“ oder „Alles schien verloren“ kamen beim Publikum an, denn sie wurden mit Begeisterung gesungen.

Dr. Verena Fritz gab in verschiedenen Barockarien von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel eine weitere Kostprobe ihres Könnens. Mit Judith Schaible (Oboe) und den beiden Cellisten Peter Nickl und Klaus M. Schmidt sowie Franz Körfer (Basso Continuo) sang die Sopranistin die Eingangsarie zur Kantate „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“, in der sie die jugendliche Ungeduld mit Koloraturglanz verband. Aufhorchen ließ sie auch in zwei schlicht anmutenden Arien aus den Neun Deutschen Arien von Händel. Den Abschluss bildete das gemeinsame Singen von „O du fröhliche“ mit dem Überchor von Karl Norbert Schmid.

Es war ein bewegendes Lied, das Gänsehaut garantierte. Angesichts des begeisterten Beifalls bedankte sich Franz Körfer bei allen Mitwirkenden.

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