Konzert für Nepal-Hilfe: Männer singen in St. Markus

Von: Dirk Müller
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Nach der fast abgeschlossenen Renovierung der Pfarrkirche St. Markus ist das Konzert zu Gunsten der Nepal-Hilfe zugleich quasi eine „Vorab-Wiedereröffnung“ des Gotteshauses.
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Der Männergesangverein Mausbach, „Quattro Voci“, der VHS-Kammerchor und der MGV Büsbach gestalten das Benefizkonzert für die Pfarrkirche St. Markus niveauvoll und abwechslungsreich.

Stolberg-Mausbach. Äußerst wohlklingend und facettenreich ist das Benefizkonzert zu Gunsten der Nepal-Hilfe Aachen in der Pfarrkirche St. Markus gewesen. Und quasi eine inoffizielle „Vorab-Wiedereröffnung“ des Mausbacher Gotteshauses nach umfangreichen Arbeiten.

In der fast fertig renovierten Kirche waren nahezu alle Plätze besetzt, als vier Ensembles für den guten Zweck sangen. Zunächst debütierte das von Klaus Weiß geleitete gemischte Quartett „Quattro Voci“ mit „April is in my mistress Face“ (Thomas Morley), „Mit Lieb bin ich umfangen (Johann Steuerlein) und „Wir lieben sehr im Herzen“ (Daniel Friderici).

Im weiteren Verlauf des ansprechenden Konzerts brachte „Quattro Voci“ Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy und Maurice Duruflé zu Gehör. Dass die Premiere des Quartetts gelungen war, bewies der lautstarke Applaus des Publikums.

Vehementer Ovationen gewiss sein konnte sich auch der Männergesangverein Mausbach. Der von Markus Platzbecker geleitete Chor wurde in Vertretung von Josef Otten dirigiert, da Platzbecker bei dem Benefizkonzert verhindert war. Die Auswahl von Friedrich-Silcher-Liedern wie „Der Lindenbaum“, „In der Ferne“ oder „Schifferlied“, die die Herren intonierten, kam bei den Zuhörern bestens an. Ebenso wie das dargebotene Repertoire der anderen Chöre.

Der gemischte Kammerchor der Volkshochschule Stolberg überraschte unter der Leitung von Klaus Weiß mit südafrikanischer Literatur, nachdem das Ensemble geistliche Musik von unter anderem Orlando di Lasso, Hugo Distler, Anton Bruckner und Jakob Arcadelt virtuos präsentiert hatte.

Der Büsbacher Männergesangverein begeisterte das Auditorium unter der Leitung von Josef Otten mit einem Medley bekannter russischer Volkslieder und erhielt auch für „The ministral Boy“, „Londonderry Air“, „Amazing Grace“ und „Highland Cathedral“ viel Beifall. Unter den zahlreichen Zuhörern war auch Helmut Falter, der als stellvertretender Vorsitzender der Nepal-Hilfe Aachen den Verein vorstellte.

„Nepal zählt zu den ärmsten Ländern dieser Erde“, erklärte Falter, warum der Verein 1991 gegründet worden sei. Nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ habe die Nepal-Hilfe in ihren Anfängen vor allem die Schulbildung in dem Land unterstützt. Doch bald sei die Vielfalt der Projekte gewachsen: „Der Gesundheitsbereich, Projekte zur Dorfentwicklung und Bildung sowohl im Schulbereich, als auch Frauenbildung sind heute Schwerpunkte unseres Vereins“, beschrieb Falter.

Und dass die Hilfe aus unserer Region in Nepal Not tut, verdeutlichte Falter an der aktuellen Situation vor Ort. Nach einem verheerenden Erdbeben vor zwei Jahren leide Nepal jetzt unter starken Monsun-Regenfällen und Überschwemmungen. „Hinzu kommt, dass immer noch Baugenehmigungen fehlen und viele Bergdörfer in dem unwegsamen Gelände lediglich zu Fuß zu erreichen sind. Daher gehen die Aufbauarbeiten leider nur sehr schleppend voran.“ Faktisch lebe ein großer Teil der nepalesischen Bevölkerung in Ruinen oder Zelten beziehungsweise sei obdachlos. Der Verein im Internet: www.nepalhilfe-aachen.de

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