Stolberg - Konzert für Fördervereine: Beschwingt und anspruchsvoll im Repertoire

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Konzert für Fördervereine: Beschwingt und anspruchsvoll im Repertoire

Von: mlo
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Das Orchester unter Herbert Merz zog mit der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel alle Register. Foto: M.L. Otten

Stolberg. Fröhlich-beschwingt und im Repertoire anspruchsvoll, so präsentierten sich die Musikerinnen und Musiker der Musikschule Merz in der „guten Stube“ des Museum Zinkhütter Hofs bei ihrem Benefizkonzert zugunsten der Fördervereine „Museum“ Zinkhütter Hof“ und „Musica Stolberg“.

Nach den Begrüßungsworten des Schulleiters Herbert Merz startete der Streicher-Spielkreis von Martina Blömer mit dem festlichen Prélude aus dem „Te deum“ von Marc Antoine Charpentier. Während in der populären Eurovisionsmelodie der Einsatz von Aaron Fehr an der Trompete die Festlichkeit unterstrich, spielten in der Weihnachtsmusik „Pastorale per la notte di natale“ von Johann David Heinichen Laura und Erika Gepper solistisch auf ihren Violinen, begleitet von Diana Jianu auf dem Flügel und dem übrigen Spielkreis.

Die nächste Formation war das Duo David Bartusel und Daniel Imiela, die mit einem „Allegro“ von Georg Philipp Telemann auf ihren Altsaxofonen klanglich überzeugten.

Dann waren die Gitarren dran, die im Melodiespiel die „Fuga“ von Johann Pachelbel zeigten. Das lateinische Ave-Maria-Gebet in der Vertonung Franz Schuberts blies Johannes Flamm auf dem Sopran-Saxofon, während dem Gitarrenquartett die Begleitung zufiel. Zu „Feliz Navidad“ sang die kleine Pia Schultz den Text, während Ben Elia Schütz dazu auf dem Cajón, einem aus Peru stammendem Musikinstrument, mit den Händen den Rhythmus klopfte.

Auf der Harfe, ein mit Fingern gezupftes Saiteninstrument, dessen Saitenebene senkrecht zur Decke des Resonanzkastens steht, brachte das erstmalig in diesem Konzert auftretende Harfen-Quartett unter Leitung von Gabriele Sous traditionelle Weisen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz zu Gehör. Es verbreitete einen magischen Zauber und versetzte die Zuhörer in die besinnliche Weihnachtsstimmung der Berge mit tief verschneiten Berglandschaften.

Das Sax-Ensemble zog mit „Air“ aus der Suite Nr. 3 von Johann Sebastian Bach das Publikum in seinen Bann. Die Kombination von Jazz und Barock ließ ahnen, welches Potenzial in diesen jungen Stolberger Künstlern steckt. Der „Bohemian Rhapsody“ von Queen folgte viel Applaus.

Aus der Gesangklasse von Maria Miranova sangen zur Klavierbegleitung von Diana Jianu Elisabeth Steffens, Sopran, Norbert Steffens, Tenor, und Mena Kaiser, Mezzosopran. Beim toskanischen Volkslied „Canto Popolare Toscana“ von L. Gordigniani hätte man sich Mikrofonverstärkung für das Ehepaar Steffens gewünscht, denn in dem großen Saal wirkte das Duett etwas verloren. „Over the Rainbow“ ist eines der bekanntesten Lieder der späten 1930er Jahre. Es stammt aus dem Musicalfilm „Der Zauberer von Oz“. Mena Kaiser, die nun das Mikrofon zur Hand nahm, sang von Träumen, die noch wahr werden können.

Das „Modern Sound Orchester“ setzte einen Glanzpunkt mit vier modernen Darbietungen, darunter das populäre „We are the World“ von Michael Jackson. Für den mitreißenden Song „Do they know it‘s Christmas“ trugen einige Spieler fantasievolle Nikolausmützen.

Ein Prachtfeuerwerk mit Trompeten und Pauken beendete den Konzert-Nachmittag. Nicht nur König George II. feierte mit der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel den Sieg im Österreichischen Erbfolgekrieg (1741-48), auch Herbert Merz zog mit dieser pompösen Kompositionen alle Register. Die reizvollen Sätze wurden sowohl von den Streichern als auch von der reichen Bläserbesetzung sowie den Pauken strahlend umgesetzt. Auch bei dem „Ungarischen Tanz Nr. 1 g-Moll“ von Johannes Brahms folgte das Orchester willig und engagiert seinem Leiter. Das Publikum war begeistert und sparte nicht mit Beifall und stehenden Ovationen für die anspruchsvollen Leistungen.

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