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Kommentiert: Kupferstadt mit neuer Kneipenszene

Ein Kommentar von Jürgen Lange

Stolberger aufgepasst. Der Steinweg ist gerettet, die Fußgängerzone wird belebt. Es kann nur noch eine Frage der Tage sein, bis mindestens vier neue Gaststätten für neue Akzente in der Innenstadt sorgen, und die Besucher in Scharen anlocken wird.

Sie werden doch ganz gewiss alle höchstpersönlich eine neue Kneipe eröffnen, die Herren Bürgermeister-Kandidaten. Der eine wird dazu noch einen Feinkost-Laden betreiben, der nächste vom Pavillon auf dem Kaiserplatz aus in seinem Biergarten bedienen, ein weiterer Ateliers und Galerien bestücken sowie der andere umsorgt gleich die Senioren in einer der Kneipe angegliederten barrierefreien Wohngemeinschaft. Glückwunsch!

Wer hätte gedacht, dass das Glück der Innenstadt so einfach einzufangen ist? Wer hätte gedacht, dass Stolbergs Politiker so tatkräftig mit anpacken wollen? Denn wie‘s gehen kann, wissen sie ja alle, wie es die Vicht herauf und herunter bei Diskussions- und Informationsveranstaltungen aus Politiker-Mund zu hören ist. Der Stolberger darf sich schon freuen auf den 26. Mai oder 16. Juni, den Montag nach der Bürgermeister-(Stich-)Wahl. Spätestens dann müssten die Herren ihren Ankündigungen denn auch Taten folgen lassen.

Doch wer glaubt das schon? Wer kann sich denn an einen Politiker erinnern, der in Stolberg gleichzeitig Kneipe, Restaurant oder Hotel führte? Bestenfalls umgekehrt. Zwei Kneipiers möchten gerne in den neuen Stadtrat einziehen. Vermutlich um die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Gastronomie in Stolberg überleben kann und Unternehmer es wagen, mit einem zusätzlichen gastronomischen oder Einzelhandels-Angebot in der Fußgängerzone sich eine Existenz aufzubauen – so ganz gegen den Trend der Zeit.

Denn sicher ist eins, egal wie die Wahl auch ausgehen wird: Die Kupferstadt Stolberg wird keine einzige neue Kneipe, keinen Feinkostladen und auch keinen Pavillon eröffnen und betreiben. Das ist auch ganz einfach nicht die Aufgabe einer Stadtverwaltung.

Da wäre der Besuch eines Gartenbau-Seminars den Politikern eher angeraten. Denn zumindest das herbeibeschworene Flair mit blühenden Blumen könnten die Bürgermeister-Kandidaten dann eigenhändig Realität werden lassen. Wenn nur schon die Beete, die bereits bestehen, erblühen und die eingemotteten Blumenampeln wieder an die Laternen zurückkehren würden, wäre die Atmosphäre in der Fußgängerzone schon viel freundlicher. Das hätte alles schon längst passieren können. Dann gäbe es vielleicht noch ein paar Kneipen mehr.

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