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Kommentiert: Keine andere Wahl

Ein Kommentar von Rene Benden

Die Situation vieler Krankenhäuser ist prekär. Fallpauschalen, gekürzte staatliche Zuschüsse, Wettbewerb – viele Häuser stehen vor einer ungewissen Zukunft. Diese angespannte Lage hat unter Medizinern folgendes Horrorszenario heraufbeschworen: Krankenhäuser nehmen in ihrem eigenen Überlebenskampf wahllos jeden Patienten.

Ob sie für die Behandlung der Krankheit des Patienten kompetent sind, spielt keine Rolle. Hauptsache, das Haus bleibt irgendwie liquide.

Das Bethlehem Gesundheitszentrum und das St.-Antonius-Hospital haben einen wichtigen Schritt gemacht, diesem Szenario entgegenzuwirken. Indem beide Häuser auf etwas verzichten, dafür aber auch etwas bekommen, sind sie in der Lage, sich durch wachsende Fallzahlen in den jeweils erhaltenen Abteilungen zu spezialisieren. Das wiederum sollte zumindest mittelfristig zu wirtschaftlicher Stabilität führen, die sich am Ende auch qualitativ beim Patienten bemerkbar macht.

Doch so sehr die Geschäftsführer beider Häuser auch betonen, dass dies nicht der Beginn einer Fusion ist, geht es am Ende genau darum. Nimmt man das Medizinische Zentrum in Würselen mit auf die Landkarte, gibt es für den Stolberger drei Krankenhäuser innerhalb weniger Kilometer, die nahezu jede medizinische Leistung anbieten. Der Gesetzgeber fördert diese Dichte medizinischer Angebote aber nicht mehr. Also geht es letztlich für alle drei Häuser darum, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln oder einsam zu sterben.

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