Kolpingsfamilie stößt auf das neue Jahr an

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Helmut Enkler begrüßte auch Bürgermeister Grüttemeier (v.r.).

Stolberg. Die Kolpingsfamilie Stolberg 1863 feierte jetzt ihren Neujahrsempfang. Schwester Ditty vom Bethlehem-Gesundheitszentrum, begleitet von Peter Mensger, brachten das Friedenslicht aus Bethlehem in einer Laterne aus der Kapelle in den Kolpingraum des Rolandshauses.

Die Kerzen im Raum wurden mit ihm angezündet. Schwester Ditty betete mit der Kolpingsfamilie das Friedensgebet. Nach der Begrüßung der Ehrengäste Altpräses Hermann-Josef Kaiser, Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und Roger Franck (1. Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft Fidele Zunfthäre e.V.) sowie der Kolpingsmitglieder stieß man mit einem Glas Sekt oder Orangensaft auf das Neue Jahr an.

Festlich dekoriert

Vorstandsmitglied Helmut Enkler begrüßte die Gäste und dankte den Helferinnen und Helfern für den festlich dekorierten Raum. In seinem Jahresrückblick zählte er die Höhepunkte in 2015 auf. Besonders hob er die Jahresfahrt zum höchsten Kaltwassergeysir bei Andernach und den großartigen dreitägigen Kolpingtag im September in Köln anlässlich des 150. Todestages von Adolph Kolping hervor.

Mehr als 15.000 Mitglieder aus 65 Nationen belebten die Stadt und die Lanxess-Arena. Mit öffentlichen Foren auf Plätzen, mit Spendenaktionen, Messen, dem Musical „Kolpings Traum“, sportlichen Auftritten, Tanz und mit einem Abschlussgottesdienst mit Rainer Maria Erzbischof Wölki wurde das Fest gefeiert.

Des Weiteren erinnerte Helmut Enkler an die Finanzkrise und die Nöte der Griechen, an die Kriege in der Ukraine, in Syrien und dem Irak und die dadurch ausgelöste Massenflucht, an den Terrorismus mit den Anschlägen im Januar und November in Paris (Redaktion Charlie Hebdo und Musikclub Ba‘ Aclan) sowie die verhinderten Überfälle auf Polizisten im belgischen Verviers ebenfalls im Januar.

Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland wurde von etlichen tausenden ehrenamtlichen Helfern empfangen und umsorgt. Organisationen wie Pegida und AfD hetzten gegen und bedrohten Flüchtlinge, Helfer und Amtspersonen. Über 800 Flüchtlingsunterkünfte wurden angezündet.

Das bedeutendste internationale Ereignis war die Weltklimakonferenz in Paris. Papst Franziskus rief für 2016 ein Jahr der Barmherzigkeit aus. Für 2016 kündigte Helmut Enkler weiteres Engagement für die Flüchtlinge an, hoffte auf Mitgliederzuwachs und wies auf den Besuch des WDR-Studios in Aachen hin.

Viele Probleme

Der Verbleib im Rolandshaus war ein weiteres Thema. Neben Sportereignissen wie die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich sprach der Vorsitzende auch anstehende soziale Probleme an, die einer Lösung bedürfen: Vergreisung, Altersarmut, ungehinderter Berufseinstieg für Jugendliche und junge Erwachsene, Hilfestellung für und Integration der Flüchtlinge. Als wichtigste Aufgaben nannte er, den Klimawandel zu stoppen, und vor allem Frieden zu schaffen und zu bewahren.

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier betonte die angenehmen Erinnerungen an etliche Veranstaltungen im Rolandshaus, auch an die Versammlungen der CDU. Er schilderte die Herausforderungen an die Ehrenamtler und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die es geschafft haben mittlerweile ca. 1000 Flüchtlinge dezentral unter zu bringen und zu versorgen.

Mit dem Tag des Neujahrsempfangs ist die neue Unterkunft auf dem Gelände der Donnerbergkaserne fertiggestellt. Dass gerade Kinder aus Kriegsgebieten schnell unsere Sprache lernen, erfuhr Dr. Grüttemeier an einem syrischen Kind in der ersten Grundschulklasse, das nach vier Monaten bereits flüssig Deutsch sprach und zu den Besten seiner Klasse gehöre.

Im Anschluss präsentierte Peter Mensger aus dem Archiv der Kolpingsfamilie Orden mit dem Motiv „Rolandshaus“ und erklärte deren Ursprung. Abschließend wurde Dr. Grüttemeier der von Peter Mensger gestaltete neue Rolandshausorden verliehen. Der 91-jährige Altpräses Hermann-Josef Kaiser hält bereits 50 Jahre Kontakt zur Kolpingsfamilie. In seiner launigen Rede erinnerte er daran, dass er von den meisten Anwesenden noch die Großeltern kenne.

Mit einer Anekdote aus dem Kommunionsunterricht brachte er die Gäste zum Schluss seiner Rede zum Lachen. Roger Franck, 1. Vorsitzender, erinnerte in seiner Ansprache an die Ursprünge der KG Fidele Zunfthäre aus der Kolpingsfamilie und betonte die Verbundenheit.

Mundartgedicht

Liesel Engelen, mit 94 Jahren die Alterspräsidentin, brachte mit dem Mundartgedicht „Zick hätt Zick“ die Anwesenden zum Schmunzeln. Die Geschichte erzählte von einer Frau, die sich von der Zeit ein paar Stunden mehr pro Tag wünschte. Doch der Tag wurde ihr zu lang und sie bat die Zeit doch die geschenkten vier Stunden mehr wieder zu kürzen.

Es blieb noch Zeit für ausgiebige Gespräche. Mit dem Singen des Kolpingliedes, dem Dank an die Gäste sowie Helferinnen und Helfer verbunden mit den besten Wünschen für das Neue Jahr endete ein vergnüglicher und friedvoller Abend.

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