Kolpingsfamilie berät unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Von: -jül-
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Stolberg. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit debattierte die Stolberger Kolpingsfamilie am Dienstagabend über das nicht näher gekennzeichnete Angebot der Pfarre St. Lucia, zukünftig Räumlichkeiten im Ökumenischen Gemeindezentrum Frankental zu nutzen.

Der Einladung des von Helmut Enkler names des Leitungsteams an unsere Redaktion zugesandte Einladung folgte die Ausladung. Der entsandte Berichterstatter durfte an der Versammlung nicht teilnehmen. Dabei hatte die Stolberger Kolpingsfamilie in der Vergangenheit immer wieder um Unterstützung gebeten, um ihre Position zu einem Verbleib im angestammten Rolandshaus untermauern zu können. Die Kolpingsfamilie hatte stets auf ein „notariell verbrieftes Nutzungsrecht“ verwiesen.

Das ursprüngliche Rolandshaus war mit maßgeblicher Unterstützung des „Katholischen Gesellenvereins“ als Vorläufer im Juni 1883 eingeweiht und 1973 durch einen Neubau der Pfarrgemeinde St. Lucia ersetzt worden. In diesem stehen der Kolpingsfamilie bislang Räumlichkeiten zur Verfügung. Die Großpfarre St. Lucia bietet seit der Einweihung vor drei Jahren dem Verein einen Umzug in das Ökumenische Gemeindezentrum Frankental an. Das Rolandshaus selbst steht im Rahmen des noch laufenden Kirchlichen Immobilienmanagements für 40 Gebäude – das Bistum hat den Gemeinden auferlegt, 33 Prozent der Unterhaltungskosten zu reduzieren – zur Disposition.

Angesichts dieser Ausgangslage entsprechend kontrovers diskutiert wurde auf der nicht öffentlichen Mitgliederversammlung das weitere Vorgehen. Das berichtete auf Anfrage der frühere stellvertretende Vorsitzende Hans Boltz, der über einen Ausschluss der Öffentlichkeit durch das Leitungsteam nicht informiert war. Es habe durchaus auch Befürworter eines Umzugs gegeben. Aber „eine Entscheidung über die Zukunft des Vereinssitzes wurde auf meine Intervention hin vertagt“, sagte Boltz. Man werde die Pfarre aber bitten, der Kolpingsfamilie das Gemeindezentrum Frankental zu zeigen und wolle auch eine Probesitzung dort abhalten. Danach werde die Kolpingsfamilie weiter beraten.

Eine vom Leitungsteam angekündigte Erklärung zur Mitgliederversammlung blieb bis Redaktionsschluss aus.

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