Kogelshäuserschule: Reporter der Schülerzeitung sahnen ab

Von: naima wolfsperger
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Maik, Rudi und Niklas sind mit Leib und Seele bei der Arbeit für die Schülerzeitung. Und ihr Engagement hat sich gelohnt. Jetzt gibt es Preise für besonders gelungene Ausgaben. Foto: Naima Wolfsperger

Stolberg. Die Schülerzeitung der Ganztagshauptschule in der Kogelshäuserstraße, „KogelStreetNews“ (KSN), kann bereits auf eine Reihe regionaler und bundesweiter Preise zurückblicken. Diesen Juni kann die Schülerzeitung einen doppelten Erfolg verbuchen: Nominierungen erfolgten beim „Wettbewerb der Schülerzeitungen“, die Platzvergabe der acht besten in NRW findet am Montag statt. Am 30. Juni wird die Zeitung beim „Schülerzeitungswettbewerb der Länder“ ausgezeichnet.

Insgesamt beteiligen sich knapp 50 Schüler an der Zeitung, sieben bilden den harten Kern. Drei von ihnen, Rudi Kononov, Maik Ziebohr und Niklas Wefers, geben im Interview Einblick in die Arbeit bei den Kogel-Street-News.

Die KSN erhalten im Juni zwei Preise, was sind das denn für Preise?

Maik: Wir haben sooo viele Preise, da verliere ich fast den Überblick. Ich bin schon ganz verwirrt (grinst). Am Montag wird in Solingen bekannt gegeben, welchen Platz wir mit der KSN beim „Wettbewerb der Schülerzeitungen“ gemacht haben. Den vergeben die rheinischen Sparkassen in Kooperation mit zehn Tageszeitungen.

Rudi: Und Ende des Monats fahren wir nach Berlin. Am 30. Juni wird die KSN-Redaktion als eine der besten Schülerzeitungsredaktionen im Deutschen Bundesrat ausgezeichnet. Da haben wir am „Schülerzeitungswettbewerb der Länder“ teilgenommen.

Wofür genau werdet Ihr ausgezeichnet?

Rudi: Mit einer Zeitung des Schuljahres 2013/14, Ausgabe Nummer 22. Der Themenschwerpunkt dieser Ausgabe war „Schule“.

Themenschwerpunkt Schule heißt?

Maik: Dass es in dieser Ausgabe nur um aktuelle Themen der Ganztagshauptschule ging. Wir setzen in der Schülerzeitung immer Schwerpunkt-Themen, die dann vertieft werden. Niklas: Die Zeitung muss sich nicht immer nur um die Schule drehen, wir hatten auch eine Ausgabe gegen Rassismus, und gerade arbeiten wir an einem Projekt über Roma und Sinti.

Was waren denn einzelne Vertiefungspunkte der Ausgabe 22?

Maik: Zum einen ging es um das Auslaufen der Ganztagshauptschule und ihre Zusammenlegung mit der Sekundarschule. Das hat zum Beispiel zur Folge, dass es zwei Lehrerzimmer gibt, eines in unserer Schule und eines in dem höher gelegenen Gebäude der Sekundarschule. Außerdem haben wir in der Ausgabe über die Internationale Förderklasse unserer Schule geschrieben. In dieser Klasse lernen Kinder aus anderen Ländern Deutsch, damit sie später am normalen Unterricht teilnehmen können. Bei mir ist auch einer in der Klasse, der hat diesen Sprung geschafft. Niklas: Außerdem haben wir jetzt zwei Sekretärinnen, eine von Ihnen kann nur teilweise Auskunft über Fragen der Ganztagshauptschule geben, da sie eigentlich für die Sekundarschule zuständig ist.

Weitere Themen in der Ausgabe?

Maik: Ja! Zum einen ging es uns darum, zu feiern, dass die Schulklos nicht mehr so stinken. Schon am Eingang kam einem da eine Wolke entgegen. Letztes Jahr wurden die repariert, jetzt riecht man da nichts mehr.Niklas: Wir haben auch über ein Chemieprojekt berichtet. Da kann ich mich noch gut dran erinnern. Wir haben mit einem neuen Stapel Spielkarten experimentiert. Wenn man eine Karte aus dem Stapel über die Haare streicht, und dann wieder in den Stapel legt, dann rutscht sie später leichter heraus. Das geht, weil in den Haaren immer ein bisschen Fett ist (grinst).

Was ist denn das Besondere an den Kogel-Street-News? Wie kommt es, dass Ihr so viele Preise gewinnt?

Maik: Wir haben ziemlich gutes Equipment. Vor allem seit letztem Jahr haben wir drei Spiegelreflexkameras. Das ist schon gut. Seit einer Weile haben wir auch eine richtige Printausgabe. Früher musste die Zeitung noch hier gedruckt und die Seiten getackert werden.

Wie läuft die Arbeit bei den KSN denn ab?

Rudi: Viele die bei den KSN mitmachen sind eher Gäste. Freitags treffen sich sieben von uns hingegen regelmäßig.Maik: Wir suchen uns die Themen meist selbst aus. Dann teilen wir uns auf in die Leute auf, die schreiben und jene, die das Foto machen. Das vermischt sich aber auch, wenn ein Termin ist, dann geht da hin, wer gerade kann. Wer als Letzter an dem Thema sitzt, macht es dann fertig.

Wie kann man sich das im Detail vorstellen?

Maik: Der harte Kern, also die Verrückten die hier jeden Freitag sitzen (lacht) – ich bin auch immer dabei – setzen sich zusammen. Erst wird gegessen und gequatscht, herumgealbert. Wenn dann der Vorsitz der KSN, unsere Lehrerin Claudia Titz, ein Machtwort spricht, arbeiten wir aber auch intensiv.

Also ist es sehr gemütlich?

Maik: Wir arbeiten schon viel. Natürlich machen wir auch Spaß - Jugendliche halt, alle verrückt (lacht). Wenn ich zum Beispiel weiß, dass wir von einer Veranstaltung oder einem Ereignis ein Foto brauchen, dann mache ich das eben. Auch wenn das in meiner Freizeit ist. Außerdem kümmere ich mich um die Technik, die uns zur Verfügung steht.

Wie lange beteiligt Ihr Euch denn schon an der Arbeit der KSN?

Rudi: Ich bin erst seit Anfang des Jahres an der Schule. Seitdem bin ich dabei.Maik: Ich habe in der fünften Klasse angefangen. WP (Wahlpflicht), AG (Arbeitsgruppe), Freizeit ­— Fleisch und Blut. Der Hauptteil meiner Zeit ist die Zeitung einfach. Jetzt bin ich schon fünf Jahre dabei. Niklas: Ich bin auch seit der Fünften mit dabei, also drei Jahre. Ich habe mich für die AG (Arbeitsgruppe) der Kogel-Street-News entschieden und seitdem keine andere gewählt. Jetzt darf ich sogar schon beim WP mitmachen, obwohl man da eigentlich erst ab der achten Klasse rein darf.

Was macht Euch bei der Arbeit für die Schülerzeitung am meisten Spaß:

Rudi: Mir gefällt besonders, dass wir auch viel unternehmen. Auch mal weg fahren, wie jetzt nach Solingen und Berlin. Maik: Meine Technikbegeisterung. Ich arbeite gerne mit den Computern und dem Audiogerät. Bei keiner AG oder WP gibt es die Chance, so viel mit Technik zu machen, wie hier in der Schülerzeitung. Außerdem mag ich die Leute sehr gern.Niklas: Es macht mir Spaß, an den Projekten zu arbeiten.

Gibt es einen Preis der beiden, über den Ihr Euch mehr freut?

Niklas: Klar freuen wir uns über beide. Das besondere an der Nominierung beim „Wettbewerb der Schülerzeitungen“ von den rheinischen Sparkassen ist, dass es bei dem Wettbewerb keine Kategorien gibt. Normalerweise treten die Zeitungen gleicher Altersklassen oder gleicher Schulformen gegeneinander an. Gymnasium gegen Gymnasium und Hauptschule gegen Hauptschule. Bei diesem Preis werden aber alle Schulen in einen Topf geworfen. Da sind dann auch Schülerzeitungen dabei, deren Redaktion ein paar Jahre älter ist als wir. Das ist schon was Besonderes!

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