Stolberg - „Koch-Kunst” gibt´s an der Wand und in der Pfanne

„Koch-Kunst” gibt´s an der Wand und in der Pfanne

Von: Toni Dörflinger
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Meisterliche Koch-Kunst: Elke Koch (links) präsentiert gemeinsam mit Museumskoch Stefan Carol eins der Werke, die derzeit im Bistro des Museums Zinkhütter Hof zu sehen sind. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Gemälde des Kupferstädter Künstlerehepaares Elke und Hermann Koch beherbergt bis Ende Januar 2011 das zum Museum Zinkhütter Hof gehörende Bistro, in dem Museumskoch und Gastronom Stefan Carol das Sagen hat.

Die Ausstellung zeigt jeweils 15 groß- und kleinformatige Werke, die der 1997 verstorbene frühere Leiter der Dalli-Werbeabteilung, Hermann Koch, und seine Ehefrau Elke Koch, die als freischaffende Künstlerin arbeitet, hergestellt haben.

Landschaftsmotive und Menschendarstellungen prägen die in den 50er und 60er Jahren entstandenen Ölgemälde von Hermann Koch, während seine Ehefrau Elke, eine examinierte Grafikerin, Werke präsentiert, die überwiegend von der Aquarelltechnik geprägt werden und als farbenfrohe und harmonisch komponierte Stillleben bezeichnet werden können.

Besondere Note

Die Schau, die unter dem Motto „Koch-Kunst” steht, erhielt während der Vernissage am Samstag eine besondere Note, indem Museumskoch Stefan Carol den rund 70 Besuchern ein mehrgängiges Menü servierte, bei dem Fischspezialitäten, verschiedene Gemüsesorten und Süßspeisen im Mittelpunkt standen.

Gemeinsam ausgestellt haben die Kochs in der Kupferstadt zuletzt Ende der 80er Jahre. 1988 fand nämlich im Kupferhof Grünenthal eine den Werken von Elke und Hermann Koch gewidmete Schau statt. 15 Jahre zuvor hatte das Künstlerehepaar, das im In- und Ausland seine Bilder zeigte, eine Ausstellung auf der Burg ausgerichtet.

An die berufliche Tätigkeit von Hermann Koch, den Kunstexperten in einem Atemzug mit den berühmten Stolberger Malern Karl-Fred Dahmen und Bert Stollenwerk nennen, erinnerte Karl-Heinz Oedekoven von der Steinweg-Galerie, der den zahlreichen Besuchern einen Überblick über die von der Gebrauchsgrafik bestimmten Kochschen Auftragsarbeiten verschaffte.

Schau noch bis 30. Januar

Während die von Hermann Koch gemalten Ölgemälde überwiegend Szenen aus dem Alltag der Menschen zeigen - besonders eindrucksvoll ist eine Kindergruppe, die zu einer Schmugglerbande der unmittelbaren Nachkriegszeit gehört - sind die von Elke Koch gemalten Bilder von großer Farbigkeit und Detailtreue gekennzeichnet.

Ihre südeuropäisch geprägten Aquarelldarstellungen - nur zwei Werke sind Mischtechniken, bei denen Pastellkreide zusätzlich zum Einsatz kam - enthalten Abbildungen von Flaschen, Früchten, Gefäßen, Pflanzen, Gemüsesorten und Meeresfrüchten.

Als Stillleben bezeichnet Elke Koch ihre im Bistro des Museums Zinkhütter Hof ausgestellten Arbeiten. Zu finden ist das Bistro am Bernhard-Kuckelkorn-Platz. Die Schau „Koch-Kunst” wird noch bis zum 30. Januar gezeigt.
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