Koalition erzielt wirtschaftliche Lösung für die Rotsch

Von: Jürgen Lange
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Neue Hoffnung für den FC Stolberg: Die rote Asche kann auf der Rotsch verbleiben, wenn sie zur Seite geschoben und abgedichtet wird. Das macht die Vermarktung des alten Sportplatzes wirtschaftlicher. Foto: J. Lange

Stolberg. „Wir warten immer noch auf ein neues Angebot“, sagt Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt zum Stand der Vermarktung des ehemaligen Sportplatzes Rotsch, dessen Erlös zum Ausbau des Stadion Glashütter Weiher mit Kunstrasenplätze dienen soll.

1,3 Millionen Euro, davon 500.000 Euro zum Ausbau der Straße Rotsch, hatte die Deutsche Reihenhaus AG für das 13.500 m2 große Areal geboten. Aber kurz vor dem Verkaufsbeschluss im Januar zog der Investor sein Angebot zurück. Nach weiteren Bodenuntersuchungen habe sich das Projekt so nicht mehr rechnen lassen, bedauert die Verwaltungsspitze, die bislang darauf setzt, dass der Aschenbelag aufwendig abgetragen und entsorgt werden muss. Mit mindestens 180.000 Euro wiegt der Aufwand schwer bei der Kalkulation.

Aber die Asche muss gar nicht abgetragen und kostenintensiv entsorgt werden. Das ist das Ergebnis von Verhandlungen, die die große Koalition aus SPD und CDU mit der Städteregion jetzt führte. „Wir werden die Stadt Stolberg unterstützen, hier eine umweltgerechte, aber auch wirtschaftlich darstellbare Lösung für die Entsorgung der roten Asche zu finden“, erklärte dazu Städteregionsrat Helmut Etschenberg gegenüber unserer Zeitung. Er war gemeinsam mit seinem Umweltsamtsleiter Thomas Pilgrim und Koalitionsvertreter Dr. Tim Grüttemeier vor Ort.

„Es gibt zwei Lösungsansätze“, berichtet der CDU-Fraktionsvorsitzende. Die erste Variante besteht darin, die Asche zu einem Erdwall an der Seite des Hangs zur Europastraße hin aufzuschieben, die so konzentrierte Asche abzudichten und den Wall zu begrünen. Die Stadt als Eigentümerin müsste dann dafür sorgen, dass Bewuchs, der die Abdichtung beschädigen könnte, regelmäßig beseitigt wird. „Diese Variante hat die Koalition schon immer favorisiert“, betont Grüttemeier. Die zweite Variante könnte ein Einbau der Asche beim Ausbau der Straße Rotsch – selbstverständlich unter Einhaltung aller Umweltvorschriften – sein.

„Für uns bedeuten diese Ansätze, dass es entgegen der Aussagen der Verwaltung sinnvolle und wirtschaftliche Lösungen gibt“, wertet Grüttemeier. Wieder einmal habe die Politik Aufgaben übernehmen müssen, die klassische Aufgabe einer Verwaltungsspitze sein müssten.

Sein SPD-Kollege Dieter Wolf zeigt sich sehr zufrieden mit dem „flexiblen und realitätsnahen Vorgehen der Städteregion“. Mit dieser positiven Entwicklung in der Aschenfrage ließe sich den Vermarktungsbemühungen für das Gelände sicherlich wieder neue Impulse verleihen. Immerhin zähle die Bodenbelastung zu einer Kernfrage für eine Entwicklung des Geländes. Die Koalition stehe zu ihrer Aussage, Planungssicherheit für Stolbergs Vereine zu schaffen.

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