Knappe neuer Fußballobmann bei Adler Büsbach

Von: Lukas Franzen
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Günter Samens (r.) heißt Art
Günter Samens (r.) heißt Arthur Knappe in der Büsbacher Adler-Familie willkommen.

Stolberg-Büsbach. „Wenn jemand unseren Verein verlässt, dann ist das wie eine Amputation”, versucht Günter Samens, Vorsitzender des FC, seine Gemütslage in Worte zu fassen. Der Anlass: Fußballobmann Ingo Duppach kündigte bereits Ende vergangenen Jahres aus beruflichen und familiären Gründen seinen Rückzug bei den Büsbacher Adlern an.

Duppach, der sich nach mehr als zwölf Jahren aus dieser Funktion zurückzieht, feierte 2005 mit dem Aufstieg in die Kreisliga A seinen größten Erfolg, sei in den letzten Jahren jedoch „ausgebrannt” gewesen, so der Vorsitzende, der bei der Vorstellung des Nachfolgers lobende und anerkennende Worte für die Verdienste Duppachs fand.

Die „Adler”-Familie ist nun um ein weiteres Mitglied reicher. Denn Arthur Knappe, bekannt durch seine Funktion als Fachwart Fußball beim Stadtsportverband und seine Internetseite über den lokalen Amateurfußball, tritt in die sportlichen Fußstapfen des scheidenden Fußballobmanns.

Vor wenigen Tagen erst verkündete der 59-Jährige auf seiner Internetseite wehmütig das Ende seiner 30-jährigen Trainerlaufbahn. Aber ganz aufhören? Nein. Seine Fußballschuhe habe er zwar endgültig entsorgt, aber auf der Couch versauern werde er auch nicht, so Knappe. „Dafür macht mir die Arbeit mit jungen Menschen viel zu viel Spaß”, begründet der „Trainer a.D.” mit B-Lizenz seinen Wechsel an den Kranensterz. Erfolge und Meisterschaften feierte Knappe während seiner langen Trainerlaufbahn vor allem mit dem SV Nothberg, FV Eschweiler, SF Dorff und dem TSV Donnerberg. Mit seiner neuen Aufgabe als Obmann wird dem Fußballverrückten nun die Rolle des sportlichen Leiters der Büsbacher zuteil. „Ich verstehe mich als Bindeglied zwischen Mannschaft und Vorstand”, definierte Knappe seine neue Aufgabe bei dem B-Ligisten. „Natürlich stehe ich den Spielern stets als Ansprechpartner zur Verfügung und werde mich auch um das zweite- sowie das Frauen-Team kümmern”, so Knappe weiter.

Gezielt soll die aktuelle Mannschaft nach den Vorstellungen des Vorstands für die kommende Saison mit weiteren Spielern verstärkt werden, um eine positive Konkurrenzsituation innerhalb des aktuell äußerst dünn besetzten Kaders zu etablieren. Durch die Verpflichtung Knappes stellt der Stolberger Traditionsverein frühzeitig die Weichen für die kommende Saison. Das erklärte Ziel: In der Endabrechnung im nächsten Jahr einen der ersten acht Plätze belegen, der im Zuge der anstehenden Kreisliga-Strukturreform 2013 den sicheren Klassenerhalt verheißt. „Das wird eng”, sind sich Samens und Knappe einig, sehen die „Adler” aber auf einem guten Weg.

„Leider hängt dem Verein aber immer noch ein schlechter Ruf an”, spielt Samens selbstkritisch auf die unsportliche Vergangenheit seines Klubs an, auf deren Höhepunkt es einst ganze 16 rote Karten in nur einer Saison hagelte. Doch in den letzten Jahren habe sich vieles verändert, versichert Günter Samens. Positiv wertet „der Neue” derweil die hohe Trainingsbeteiligung und die große Jugendabteilung. „Büsbach kann stolz darauf sein, hinter den Landesligisten Breinig und Vichttal die drittgrößte Jugendabteilung zu besitzen”, führt der Obmann dies vor allem auf ein ausgeprägtes Zugehörigkeitsgefühl bei den „Schwarz-Weißen” zurück. „Wer bei uns in der Jugend spielt, der wird auch seine Chancen bei den Senioren bekommen”. Für „Söldner”, die auf schnelles Geld aus seien, sei jedoch auch in Zukunft kein Platz. „Die würden auch gar nicht zu uns passen”, versichern Knappe und Samens unisono.
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