Stolberg - KME-Werk: Heinz Meuser und Ferdi Gatzweiler üben den Schulterschluss

KME-Werk: Heinz Meuser und Ferdi Gatzweiler üben den Schulterschluss

Von: Robert Flader
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Demonstrieren Einigkeit: Ferdi
Demonstrieren Einigkeit: Ferdi Gatzweiler (r.) und Heinz Meuser. Foto: R. Flader

Stolberg. Unruhige Tage liegen hinter Heinz Meuser und vermutlich noch viele weitere vor ihm. Doch der Betriebsratsvorsitzende des Stolberger Metallwerks will sich nicht entmutigen lassen.

„Wir werden alles ausschöpfen, was rechtlich möglich ist, um den Kollegen zu helfen und hoffentlich noch Stellen zu retten”, sagt er im Gespräch mit dem Bürgermeister.

Die Ankündigung des Mutterkonzerns KME Germany, bis März 2014 schrittweise 102 der noch 213 Stellen zu streichen, ist auch im Rathaus „wie eine Bombe eingeschlagen”, sagt Verwaltungschef Ferdi Gatzweiler und ergänzt: „Das sind menschliche Dramen, die sich dort abspielen.”

Ein sachverständiger Wirtschaftsprüfer aus Berlin hat am Dienstag seine Arbeit aufgenommen und prüft Unterlagen, um die wirtschaftliche Lage des Stolberger Metallwerks einschätzen zu können. Intern, verrät Meuser, arbeite der Betriebsrat in enger Abstimmung mit der IG Metall an einem Interessenausgleich, der der Konzernleitung aber erst dann vorgelegt werden soll, wenn der Gutachter sein abschließendes Urteil gefällt hat. Meuser: „Das kann noch einige Wochen dauern.”

Der Betriebsratsvorsitzende hat unterdessen Angst, „dass die angedrohte Kündigungswelle der Anfang vom Ende des gesamten Stolberger Standortes ist”. KME Germany will die Produktion aus wirtschaftlichen Gründen verlagern. Dabei, so Meuser, sei in den vergangenen Jahren eigens in das Werk an der Kupfermeisterstraße investiert worden. „Und jetzt haben die Leute während der Arbeit Tränen in den Augen, das ist unfassbar.” Auch für die Stadt machen sich Betriebsverkleinerungen oder -schließungen negativ bemerkbar, betont Gatz­weiler: „Es geht da ja auch um die Kaufkraft der Mitarbeiter und um Gewerbesteuereinnahmen.” Der Bürgermeister verspricht der KME-Belegschaft Unterstützung, „auch wenn wir natürlich nur geringen Einfluss haben.”

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