Stolberg - KME entlässt in Stolberg fast die Hälfte der Belegschaft

KME entlässt in Stolberg fast die Hälfte der Belegschaft

Von: gro
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An die Eröffnung des neuen Ho
An die Eröffnung des neuen Hochregallagers zum 1. Juli 2010 waren große Hoffnungen geknüpft. Zu einer ausreichenden Stärkung des Standortes hat es offenbar nicht beitragen können. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Hiobsbotschaft für die Mitarbeiter des Stolberger Metallwerkes: 102 von derzeit noch 213 Stellen sollen bis März 2014 gestrichen werden.

Das hat die Führung der Muttergesellschaft KME Germany am Donnerstagnachmittag auf einer kurzfristig einberufenen Belegschaftsversammlung im Werk an der Kupfermeisterstraße angekündigt.

Für das Traditionsunternehmen, das auf eine fast 440-jährige Geschichte zurückblickt, ist dies ein weiterer herber Rückschlag: Bereits 2009 hatte es Massenentlassungen gegeben, damals war 49 Mitarbeitern betriebsbedingt gekündigt worden.

Einher geht der Stellenabbau mit einer Verlagerung von Teilen der Produktion an den KME-Stammsitz. Nur noch 650 von bis dato monatlich 1900 Tonnen Kupferbänder für die Weiterverarbeitung in der Automobil- und Computerindustrie sollen zukünftig in der Kupferstadt hergestellt werden - vornehmlich für kleine und mittlere Kunden, wie es heißt.

Das „Standardgeschäft” hingegen wird in Osnabrück gebündelt. „Wir stehen seit Mitte 2010 unter einem enormen wirtschaftlichen Druck”, erklärte Werksleiter Leo Bergstein gegenüber unserer Zeitung. „Es geht um weit mehr als um saisonale Schwankungen. Deshalb sind wir gezwungen, strukturelle Änderungen vorzunehmen.”

Betriebsrat und IG Metall haben angekündigt, Anfang kommender Woche über weitere Schritte zu entscheiden. Eins steht für den Betriebsratsvorsitzenden Heinz Meuser nach eigener Aussage aber bereits fest. „Wir werden um jeden einzelnen Arbeitsplatz mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln kämpfen.”
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