Kloubert stellt sich erneut zur Wahl, Knappe geht von Bord

Von: gro
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Stolberg. Es sind unruhige Zeiten für Stolbergs Sportler, verbunden mit großen Herausforderungen. Denen will sich Bert Kloubert stellen und bei der Jahreshauptversammlung am 30. November erneut für den Vorsitz des Stadtsportverbandes kandidieren.

„Angesichts der finanziellen Lage der Stadt und der drohenden Belastungen brauchen die Vereine einen Fürsprecher, der sich nicht versteckt und ihre Interessen offensiv vertritt”, ist der 2010 erstmals gewählte Frontmann gewillt, (mindestens) zwei weitere Jahre im Amt zu bleiben.

Dabei lässt er sich auch von der in den letzten Monaten verstärkt geäußerten Kritik an seiner Person nicht beirren. „Da geht es im Grunde doch nur um zwei Leute. Und die zwei Leute machen den Bock nicht fett”, sieht Kloubert die breite Mehrheit der Sportler nach wie vor hinter sich.

Geschlossenheit, davon ist der 59-Jährige überzeugt, werde in Zukunft noch wichtiger, weil sich die Sportler in einem sehr ungünstigen Umfeld behaupten müssten. Das gelte vor allem für die Fußballer.

„Was nach Auslaufen der bis 2015 gültigen Sportstätten-Nutzungsverträge auf die Klubs zukommen könnte, vermag sich mancher heute noch nicht vorzustellen”, warnt der Vorsitzende und verweist zugleich auf die für die Hallensportarten vereinbarten Entgelte. „Was wir da erreicht haben, muss auch für die Freiluftsportler Ziel sein. Es geht darum, die Vereine vor finanziellen Forderungen zu bewahren, die sie in ihrer Existenz gefährden könnten.”

Geschlossenheit, die hatte sich auch Arthur Knappe gewünscht, doch nach zwei Jahren sieht sich der Fachwart Fußball nachhaltig enttäuscht und hört deshalb entnervt auf.

„Ich stehe definitiv nicht mehr zur Verfügung”, zieht Knappe die Konsequenz aus dem aus seiner Sicht permanenten Desinteresse, dass die Mehrheit der Fußballvereine seiner Arbeit und dem Bemühen des Stadtsportverbandes entgegengebracht hätten. „Ich habe persönlich nicht mehr das Gefühl, dass wir zu einer vernünftigen Zusammenarbeit kommen können. Deshalb ziehe ich einen Schlussstrich.”

Als Erfolg für sich verbucht der scheidende Fachwart den neuen Modus der Fußball-Stadtmeisterschaft im Sommer. Auch wenn die Reform unvollendet ist: „Solange wir es nicht schaffen, uns auf eine zentrale Spielstätte zu verständigen, wird die Meisterschaft nicht den Stellenwert erreichen, den sie in anderen Städten hat.” Doch Arthur Knappe fürchtet, dass es sogar noch schlimmer kommen könnte: „Wenn wir weiterhin auf Asche spielen, gehe ich davon aus, dass unser Sponsor abspringen wird. Dann ist die Meisterschaft Geschichte.”

Während der geschäftsführende Vorstand mit Bert Kloubert, Erwin Nießen und Harald Müllejans erneut kandidiert, ist für fünf andere Mitglieder die Arbeit am 30. November beendet: Kassiererin Waltraud Schnettler, die Fachwarte Sebastian Hinze (Ballsport), Jacqueline Kuckartz (Turnen) und Adolf Konrads sowie Schriftführerin Angela Kaesler stehen nach Aussage des Vorsitzenden nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung.
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