Klare Mehrheit sagt Ja zum FC Stolberg

Von: kol
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Der FC Stolberg ist geboren: Nach den Mitgliedern der DJK Frisch-Froh Stolberg stimmen auch die des Stolberger SV Fußball für die Fusion beider Vereine. Foto: K. Linden

Stolberg. Den Stolberger SV Fußball und die ebenso traditionsreiche DJK Frisch-Froh Stolberg gibt es nicht mehr. Die Mitglieder der beiden Vereine beschlossen am Donnerstagabend mit deutlicher Mehrheit die Verschmelzung ihrer Clubs zum neuen Fußballclub Stolberg 2010, mit dem sie in eine bessere Zukunft aufbrechen wollen - sowohl sportlich als auch in Bezug auf die Infrastruktur.

Die Gegenwart der beiden Vereine hatte zuletzt nämlich alles andere als rosig ausgesehen: Abstiege der ersten Mannschaften in die zweitniedrigste Spielklasse und Jugendabteilungen, bei denen der Begriff Durchgängigkeit ein Fremdwort war.

Das soll sich nun ändern. Im neuen Verein sollen ehrenamtliche Kräfte gebündelt und die Qualität auf allen Ebenen gesteigert werden. Nach dem VfL 08 Vichttal (vormals VfB Vicht und VfL Zweifall) und der SG Stolberg (fusioniert aus FC Adler Werth und SV Gressenich) ist der FC Stolberg im dritten Jahr in Folge der dritte Verein im Stadtgebiet, der aus einer Fusion entsteht und damit einen Wunsch der Stolberger Politik umsetzt, die hofft, durch Fusionen weniger Sportanlagen erhalten und pflegen zu müssen sowie aus dem Erlös ehemaliger Sportflächen, die als Bauland vermarktungsfähig sind, neue und moderne Fußballanlagen finanzieren zu können.

Am Donnerstagabend setzten die insgesamt 95 stimmberechtigten Mitglieder beider Vereine ein deutliches Zeichen: Nur jeweils eine Gegenstimme bei 46 Frisch-Froh-Mitgliedern und 49 vom Stolberger SV, bei dem es zwei Enthaltungen gab, sprachen auf der gemeinsamen Versammlung beider Vereine im Rolandshaus eine deutliche Sprache.

Die hohe Zustimmung war zugleich eine Bestätigung für die Arbeit der beiden geschäftsführenden Vorstände, die in zweieinhalbjähriger Zusammenarbeit die Verschmelzung vorbereitet hatten. Herbert Voss, Rolf Dickler und Rudi Rheinstädtler (Frisch-Froh) sowie Hans-Josef Siebertz, Dieter Hassler und Peter Stoffel (SV) war die Erleichterung jedenfalls anzusehen, als nach den Abstimmungen Applaus aufbrandete und Voss und Siebertz die Fusion auch per Handschlag vollzogen.

Zuvor waren in Anwesenheit des beteiligten Notars Dr. Ulrich Bous die neue Satzung und der Verschmelzungsvertrag vorgestellt worden. Darin ist auch ein geschäftsführender Vorstand aufgeführt, der den neuen Verein bis zur Wahl durch eine später im Jahr stattfindende Mitgliederversammlung führen wird.

1. Vorsitzender ist der bisherige SV-Vorsitzende Hans-Josef Siebertz, seine Stellvertreter sind Herbert Voss, Rolf Dickler und Dieter Hassler. Geschäftsführer ist Rudolf Rheinstädtler, Schatzmeister Peter Stoffel. „Die Leute, die die Voraussetzungen zu Fusion geschaffen haben, werden Verantwortung auch beim FC Stolberg übernehmen”, sagte Siebertz, und Herbert Voss ergänzte mit Blick auf das Votum: „Ich bin froh, dass so viele unserem Weg folgen werden.”

Sportlich kann der erste Schritt für den neuen Verein nur der Wiederaufstieg in die Kreisliga A sein. Und das könnte sogar in dieser Saison noch klappen, wenn der Stolberger SV seine Lauerstellung in der Kreisliga B4 nutzt und nächsten Monat Meister wird.

Sollte es am Ende nicht reichen, könnte ausgerechnet der jetzige Fusionspartner Schuld daran haben, schließlich brachten die Frisch-Frohen dem SV im Derby zwei Wochen vor der Fusion eine schmerzhafte Niederlage bei. Aber davon wollte am Donnerstag niemand mehr reden.
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